2018 „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Ziel des Projekts ist das Entwickeln und Durchführen von Bildungs-, Kultur-  und Begegnungsangeboten  für geflüchtete NeuberlinerInnen  im Team mit AltberlinerInnen unterschiedlicher kultureller Wurzeln und Lebenshintergründe. Das Projekt will sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte und Gegenwart Berlins auseinandersetzen. Es werden Themen aufgegriffen, die eine Brücke zwischen den Lebensumständen Geflüchteter heute und vorhandenen sozialen Initiativen schlagen. Das Thema „Zur Relevanz von Wohnen und Nachbarschaft in der Einwanderungsgesellschaft“ nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.

Die Kooperationspartner sind Tiny House University/ Bauhaus Campus, Flüchtlingskirche in Kreuzberg, südost Europa Kultur e.V., tentaja gGmbH,  THF welcome e.V., Technische Universität Berlin (TUB/ politische Bildung), das Offene Theater im Deutschen Theater und weitere lokale Akteure. Unsere Netzwerkpartner: Tamaja GmbH, Coop Campus,  Deutsch-afghanischer Bildungs- und Integrationsverein/ Mehrgenerationenhaus Mahlower Straße 27  und weitere lokale Akteure

Das Projekt wird finanziell gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und TOTAL Deutschland GmbH.

Das Projekt bezieht sich auf vorangegangene Projekte, die kontinuierlich seit dem Jahr 2015 durchgeführt werden. Die dabei entstandenen Netzwerke werden kontinuierlich ausgebaut, an die Zusammenarbeit mit den bisherigen Kooperationspartnern knüpfen wir weiterhin an. Siehe auch vorangegangene Projekte. – Weiter zu den angebotenen Workshops, die in deutscher und arabischer Sprache (ggf. auch in Farsi/Dari) durchgeführt werden.

Workshop am Donnerstag, 8. März 2018
Bauhaus-Archiv/ Museum für Gestaltung
New Work Studio/ Tiny House vor dem Museum
Klingelhöfer Str. 14, 10785 Berlin

Ansprechpartner: Herr Van Bo Le-Mentzel

Zum Inhalt:
Die Tiny House University kooperiert mit dem Bauhaus-Archiv/ Museum für Gestaltung.
Die Tiny House University ist ein Berliner Kollektiv aus Gestaltern, Bildungsaktivisten und Geflüchteten. 2015 von Van Bo Le-Mentzel initiiert und später von vielen Menschen mitgegründet, hat die Tiny House University das Ziel, soziale Nachbarschaft auf kreative Weise zu erforschen. „Gibt es Alternativen zu Containerdörfern? Wie gestalten wir Nachbarschaften in einer Einwanderungsgesellschaft?“ lauten einige der verfolgten Fragen.

Der Architekt Van Bo Le-Mentzel gibt Einblick in die Geschichte des Bauhauses.

Workshop am Donnerstag, 19. April 2018
tentaja gGmbH
Hangar 1 am ehemaligen Flughafen Tempelhof
Columbiadamm 10, 12101 Berlin-Tempelhof

Ansprechpartnerin: Frau Laura Bereznai

Zum Inhalt:
Zwei Jahre lang dienten die Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof als Notunterkünfte für ca. 2000 Geflüchtete. Diese wurden im letzten Jahr in andere Gemeinschaftsunterkünfte umgesiedelt. In der Zwischenzeit wurden auf dem Gelände sog. Tempohomes, also Wohncontainer, errichtet, die jetzt nach und nach von 650 Geflüchteten bezogen werden. – Welche Dynamik geht damit für die Menschen einher, welche neuen Chancen bieten sich?

Beim Workshop berichten MitarbeiterInnen der tentaja gGmbH, wie sich Situation in den Hangars jetzt darstellt und welche Angebote sie dort im Bereich Sport, Kultur sowie Beratungen für Geflüchtete koordinieren. MitarbeiterInnen der Tamaja GmbH, die für die Ehrenamtskoordination zuständig sind, erläutern aktuelle Aktivitäten, die den neu Zugezogenen das Ankommen erleichtern. THF welcome e.V. gibt Einblicke in ihre Engagements im Bereich der Freiwilligenarbeit.

Das Gelände des ehemaligen Flughafens verbindet sich mit einer wechselvollen Berliner Geschichte, die stets weiter geschrieben wird. Verschiedene Aspekte dazu werden im Gespräch erläutert. – Mit einen anschließenden Spaziergang auf dem „Tempelhofer Feld“ gegenüber dem Flughafen.

Workshop am Donnerstag, 12. Juli 2018
„Die Gärtnerei“ / Coop Campus
Hermannstraße 84, 12051 Berlin

Ansprechpartner: Herr Sven Seeger

Zum Inhalt:
„Die Gärtnerei“/ Coop Campus
ist ein experimenteller Betrieb als Modell für Integration und Nachbarschaft. Sie wurde im Frühjahr 2015 von einer Gruppe von Künstlern, Architekten und Sozialpädagogen zusammen mit zwölf Geflüchteten aus Ländern Westafrikas eröffnet. Auf einem brachliegenden Friedhofsgelände  wurde ein Ort geschaffen, an dem Alteingesessene und Neuhinzugekommene das künftige Zusammenleben erproben. Ein Landschaftsgarten entstand, der zum gemeinsamen Gärtnern, Gestalten und Teilen von Wissen einlädt http://raumlabor.net/die-gaertnerei/

Mittlerweile wurden Kooperationsmodelle mit der Schlesischen 27 siehe http://www.s27.de  geschaffen, die Wege vermitteln, sich auch berufsbezogenes Wissen anzueignen.  Neben
Weiterbildungen auf dem Gartengelände zur Pflege und Gestaltung gibt es z. B. die
– Bildungsmanufaktur, die Berufsorientierungskurse für Jugendliche bis 27 Jahren im
gestalterischen Bereich mit berufsvorbereitenden Deutschkursen anbietet
arrivo bietet eine Vorbereitung  für Handwerkskurse incl. Floristik in Übungswerkstätten mit
Sprachkurs, Werkstattkurs und Praktikumsvermittlung  an
Demokratie als bauliches Experiment:  Wie können Räume ausschauen, in denen politisch
debattiert und entschieden wird? – Ein Mitmachprojekt für Jugendliche

Weitere Beispiele aus der künstlerischen Praxis, die dabei entstandenen nachbarschaftlichen Netzwerke und Visionen erläutern die MitarbeiterInnen. Historisches zur Geschichte Berlins wird einfließen.

Workshop bzw. abschließende Veranstaltung
Donnerstag, 13. September 2018
auf dem Coop Campus (Gelände des Neuköllner Jerusalem-Friedhofs V)
Hermannstraße 84, 12051 Berlin

Ansprechpartner: Herr Stephan Neidert

Zum Kontext der Veranstaltung: Im Rahmen unseres Projekts veranstalteten wir Workshops im Verbund mit Initiativen und Einrichtungen, die Integrationsangebote machen, um die Ankommens- und Einlebensprozesse Geflüchteter zu befördern. Die Aneignung von Sprach- und Kommunikationskompetenzen, das Zurechtfinden in (nachbarschaftlichen) Netzwerken, die Selbstorganisation, eigene Engagements und das Verfolgen beruflicher Ziele wurden intensiv in den Workshops  angesprochen. Der Aspekt  „Wohnen und Nachbarschaft in der Einwanderungsgesellschaft“ wurde im Umfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof  thematisiert, wo Geflüchtete im Jahre 2018 sog. Tempohomes bezogen.  Aspekte zur Geschichte Berlins und seiner Demokratieentwicklung  vor dem Hintergrund der Ost- Westbeziehungen waren bei den Workshops nicht wegzudenken.

Zur Veranstaltung eingeladen: VertreterInnen der Initiativen und Einrichtungen, mit denen zusammen wurde sowie Geflüchtete, die Einblicke in ihre vielschichtigen Erfahrungen beim „Ankommen und Bleiben“  in Berlin, so auch in ihre Berufsbiografien, geben.
Mit deutsch-arabischer Übersetzung.

Zum Veranstaltungsort Coop Campus:
„Gemeinsam Stadt machen“
Der Coop Campus ist ein Projekt des Internationalen JugendKunst- und Kulturhauses
„S27 – Kunst und Bildung http://www.schlesische27.de/s27/portfolio/coop-campus

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Gelegenheit, bei einer Führung den Garten und die Arbeit des Coop Campus kennenzulernen. Unsere Projektteilnehmerin Fatima lädt dazu ein, bei einem Essen zu verweilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Veranstaltungen unserer Kooperationspartner, zu denen eingeladen wurde:

tentaja gGmbH, Hangar 1
15. August 2018 Einladung zum Sommerkonzert
Ort:
Columbiadamm 10

Deutsches Theater
9. Mai 2018 Lesung Christiane Rösinger „Zukunft? machen wir später“
    Ohne Übersetzung

17. September 2018 „Weiter Schreiben“ http://www.weiterschreiben.jetzt
Präsentation literarischer Texte aus Krisengebieten. Mit Galal Alahmadi (Jemen), Tanja Dückers,
Noor Kanj (Syrien), Wassim Mukdad und Svenja Leiber. Mit deutsch-arabischer Übersetzung

27. September 2018 „Syrien. Ein Land ohne Krieg.“ LIve-Reportage mit Lutz Jäkel.
Siehe  http://www.syrien-ohne-krieg.de

Ort: Schumannstr. 13 a, Mitte

Verein südost Europa Kultur e.V.
12. Mai 2018 „12 Jahre Interkultureller Garten Rosenduft“

1. August 2018 „Sommerfest des Interkulturellen Gartens Rosenduft“
In Verbindung mit dem Radio Eins Parkfest.

Ort: Park am Gleisdreieck, Kreuzberg