Archiv der Kategorie: 60plus im Museum



Stadtentwicklung Berlins (2014)

Die bisherige und künftige Stadtentwicklung Berlins wurde aus der Perspektive von Migrantenorganisationen – ihrer Geschichte und ihren Anliegen – sowie ihrer Mitwirkenden bei Veranstaltungen vorgestellt und dokumentiert.

Die beteiligten Vereine und Initiativen stellten bei Veranstaltungen ihre Arbeit und exemplarisch Menschen vor, die Vereins-Angebote für sich in Anspruch nahmen, sich damit persönlich weiter entwickelten und somit selber Einfluss auf die Vereinsarbeit, das Selbstverständnis, das soziale, politische und wirtschaftliche Geschehen Berlins genommen haben. Sie wurden Bodenbereiter für die Zivilgesellschaft, das Miteinander der Kulturen, des gesellschaftlichen Dialogs.

Kooperationspartner: Nachbarschaftsmuseum e.V./Berliner Plattform, Aufbruch Neukölln e.V., Ausländer mit uns e.V., Club Dialog e.V./ Jugend- und Familienzentrum Schalasch, Verein SüdostEuropa Kultur e.V./ Interkultureller Garten Rosenduft, To Spiti Interkulturelles Frauen- und Familienzentrum – Diakoniewerk Simeon/ Interkultureller Garten Perivoli. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin. – Siehe auch  „Stadtentwicklung Berlins“

sowie „Tage des Interkulturellen Dialogs“, Veranstaltung am 13. Oktober 2014



Brandenburger Bräute (2010 – 13). Eine Wanderausstellung

2010 – 2013 Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt „Brandenburger Bräute“
– Seit 2011 als erweiterte  Wanderausstellung –

2010
Ausstellung im Rahmen des von Kulturland Brandenburg 2010 ausgerufenen Themenjahres „Mut & Anmut – Frauen in Brandenburg-Preußen“ mit Fotografien aus dem Archiv historische Alltagsfotografie von Hochzeiten und Brautpaaren aus den letzten 120 Jahren sowie Brautgeschichten historischer und gegenwärtiger Brandenburger Frauen.

Ein Kooperationsprojekt der Gemeinwesenakademie des Vereins Soziale Stadt Potsdam, des Potsdamer Stadtteilmanagement am Schlaatz, des Archivs historische Alltagsfotografie und des Vereins Nachbarschaftsmuseum. Die Ausstellung wurde gefördert durch Kulturland Brandenburg 2010, das Programm Soziale Stadt Potsdam,  die Gewoba – ein Unternehmen der  Pro Potsdam GmbH, den Verein Soziale Stadt Potsdam e.V., die Donnation – Frauenstiftung zu Berlin und run-Umzüge Berlin.

Die Ausstellung zu unterschiedlichen Hochzeitsbräuchen in Brandenburg basierte neben den Fotografien des Archivs für hinstorische Alltagsfotografie auf kulturhistorischen Forschungen in über zwanzig Brandenburger Museen sowie auf 21 Zeitzeugeninterviews. Sie bestand aus einem historischen und einem aktuellen Ausstellungsteil.
Ausgangsort der ersten Ausstellung war Potsdam mit seinem multikulturellen Stadtteil Schlaatz; Ausstellungsorte das „Haus der Generationen und Kulturen“ sowie das  „Bürgerhaus im Schlaatz“. Weiterlesen

Das Projekt „Brandeburger Bräute“ entstand unter aktiver Einbeziehung der Brandenburger Bevölkerung mit Fokus auf Potsdam durch das Zusammentragen von Hochzeitsgeschichten und Objekten. Die kulturellen und religiösen Besonderheiten, Riten und Traditionen rund um die Hochzeit wurden ebenso aufgezeigt wie die Lebensentwürfe von Frauen unterschiedlicher Generationen und Kulturen unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren, wie
z. B. Familienberatungsstellen, Migrantenorganisationen, Schreibwerkstätten, Religionsgemeinschaften, der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam und engagierten Einzelpersonen. Filmvorführungen, Vorträge, Lesungen, Round-Table-Gespräche vertieften vielfältige Aspekte rund um die Hochzeit. Veranstaltungsprogramm Brandenburger Bräute Potsdam 2010

Ausstellungsorte der Wanderausstellung im Land Brandenburg:
2011       Freilichtmuseum Altranft
2011/12  Heimatmuseum Strausberg siehe
2012         Rathaus Klein-Machnow
2012/13   Museen Alte Bischofsburg in Wittstock/Dosse

Die Wanderausstellung erweiterte sich um die jeweiligen Hochzeitsgeschichten, dazugehörigen Objekte und Brauterlebnisse „vor Ort“ in Zusammenarbeit mit den beteiligten Museen.

Die „Brandenburger Bräute“ lieferten Beispiel für den Sentitreff (einem
multikulturellen Luzerner Statteilzentrum) und das Historische Museum in Luzern/CH für das
Ausstellungsprojekt „Ewig dein. Vom Flirten, Lieben und Zusammenleben“
(2012/13. In Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsmuseum wurden bei der Begleitveranstaltung „Heiraten in Brandenburg“ in Luzern 2013 Brautpaare zweier Generationen aus den Partnerstädten Potsdam und Luzern zu einem Erfahrungsaustausch zusammen geführt.

Hinweis: Die Ausstellung „Brandenburger Bräute“ wird weiterhin vom Archiv für historische Alltagsfotografie als Wanderausstellung angeboten; nähere Details können abgefragt werden

Publikation: Lothar Binger, Susann Hellemann „Brandenburger Bräute – Frauenschicksale und Hochzeitstraditionen in der Mark“, Kleinmachnow 2012 im Selbstverlag (lotharbinger@googlemail.com)

© Archiv für Historische Alltagsfotografie

 



Die Stunde Null. „Tage des Interkulturellen Dialogs“ 2004 in gleichlautender Ausstellung

Überleben – Umbruchzeiten 1945

Gesprächsveranstaltung im Rahmen der „Tage des interkulturellen Dialogs“ zum Thema „Heimat zwischen den Welten. Identitätsräume leben“. Konzipierung und Durchführung in Kooperation mit dem Museum Europäischer Kulturen sowie ZeitzeugInnen verschiedener Herkunftkulturen



Die Stunde Null. Überleben nach 1945 (2004/5)

Mitarbeit an der Ausstellung „Die Stunde Null…“, die im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin gezeigt wurde.

Durchführung der Begleitveranstaltung „Europäische Lebenswege im Umbruch. Nachkriegserinnerungen aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven“ in Zusammenarbeit mit MigrantInnen verschiedener Herkunftskulturen. – Im Rahmen der Tage des Interkulturellen Dialogs.



EU-Projekt Migration, Arbeit und Identität (2000 – 2003)

Mit Museen und MigrantInnen aus Manchester (GB), Kopenhagen (DK), Norrköping (SV), Steyr (A), Terrassa (ES), Hamburg und Berlin (Museum Europäischer Kulturen – Staatl.Museen zu Berlin, Deutsches Technikmuseum, Museumspädagogischer Dienst, Nachbarschaftsmuseum) wurde die Bedeutung von Migration für den kulturellen, technischen und gesellschaftlichen Wandel im 20./21. Jahrhundert in mehreren europäischen Regionen und Metropolen herausgearbeitet.

Anhand von Exponaten wurde in den Berliner Museen der unterschiedliche wie gemeinsame kulturelle und gesellschaftliche Wandel aufgrund technischer Veränderungen in den Lebens- und Arbeitsprozessen erfasst. Begleitveranstaltungen unter aktiver Einbeziehung von MigrantInnen verfolgten insbesondere die Frage, wie sich Menschen in ihren sozialen und kulturellen Kontexten organisieren und welches Erfahrungswissen sie an nachfolgende Generationen weitergeben wollen. Intergenerative Ausstellungsführungen sowie Interkulturelle Tage, an denen sich Migrantenorganisationen präsentierten und ihre Anliegen im Museum öffentlich vortrugen, waren ebenso Teil des Projekts.

Das Projekt verband sich in Berlin mit den Ausstellungen „Heimat Berlin. Fotografische Impressionen“, „MigrationsGeschichte(n) in Berlin“ sowie der internat. Wanderausstellung „Crossing borders. Migranten in Europa“, die im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin zu sehen waren.

Um eine Nachhaltigkeit des EU-Projektes zu gewährleisten, haben die Berliner Partner die Berliner Plattform ins Leben gerufen.

Siehe hierzu Artikel Klages/Matthes in „Standbein Spielbein“, Heft April 2003, Hamburg, Artikel Klages unter „Migration und Museum. Neue Ansätze in der Museumspraxis“ 2005, Münster (Art. KlagesMigrationundMuseum2005gescannt)„, sowie verschiedene Tagungsbeiträge: im Jahre 2000 Worklab-conference in Manchester, im Jahre 2002 „Interacció. Politiques per a la interculturalitat“ in Barcelona sowie 2003 im Museum de la Ciencia i de la Tecnica de Catalunya in Terrassa/Spanien (nachzulesen unter Publikationen)



Wenn ich König von Kreuzberg wär (1999)

Projekt Stadtraummarkierungen

Im Rahmen des „Internationalen Jahres der Senioren“ in Zusammenarbeit mit dem
Deutschen Technikmuseum, dem Kreuzberg-Museum, Kreuzberger Schulen und Senioreneinrichtungen, koordiniert mit der Plan- und Leitstelle Gesundheit des Bezirks Kreuzberg sowie den International Global Walks. – Leitung: Nachbarschaftsmuseum.

Im Fokus des Ausstellungsprojekts standen ausgewählte Kreuzberger Quartiere, die hinsichtlich ihrer Lebensqualität für die Bewohner verschiedener Generationen und Kulturen untersucht und gleichzeitig mit deren Erinnerungsspuren dargestellt wurden. Möglichkeiten der Mitgestaltung des eigenen „Königreiches“ in einem intergenerativen Bündnis wurden bei diesem Projekt ausgelotet und vorgestellt.

Tagungsbeiträge hierzu beim Kinder- und Jugendmuseum in München sowie in Hamburg-Heimfeld Nord im Rahmen von beteiligungsorientierter Quartiersentwicklung.

Siehe hierzu Artikel Klages in „Standbein Spielbein“, Heft August 2000 (Hamburg)

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nm_koenigtxtWährend des Projekts Stadtraummarkierungen: Wenn ich König von Kreuzberg wär (1999) im Kreuzberger Problemquartier Wrangel-Kiez entwickeln Ältere und Jugendliche Ideen für die gemeinsame Nutzung von Stadtraum.
Jeder sollte was sagen, was er oder sie machen wollte, wenn sie König oder Königin von Kreuzberg wären. Zum Beispiel: Ein Platz der Lebensfreude, wo alle Nationen miteinander fröhlich sind, singen und tanzen. Hier markieren sie auf einer Bank ihre Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten in einer Seniorenfreizeitstätte nebst benachbarter Grünanlage:

nm_koenig2  nm_koenig3Fotos: Ellis Berlijn


nm_koenig1Titel: Wenn ich König von Kreuzberg wär
Untertitel: Berlin 2000. Eine Hauptstadt für alle Lebensalter. Ein integratives Projekt im Rahmen des internationales Jahres der Senioren.

Projektpartner: Kreuzberg-Museum, Deutsches Technikmuseum, Seniorenamt Kreuzberg, Plan- und Leitstelle Gesundheit (Bezirksamt Kreuzberg von Berlin), Kiezschule Kreuzberg, International Global Walks, Andreas Haltermann (Künstler), Nachbarschaftsmuseum

(Thema/Inhalt
Wenn ich König von Kreuzberg war – unter diesem Motto kamen im Juni Kreuzberger SeniorInnen, die sich in der Seniorenfreitzeitstätte treffen und Schülerinnen der 8. Klasse der Kiezschule, die sich aus unterschiedlichen Herkunftskulturen zusammensetzen, bei Bewegungswerkstätten in Berlin zusammen. Die Frage der Lebensqualität im Lebensumfeld und die Möglichkeit der Mitgestaltung des eigenen „Königreiches“ in einem Bündnis von Jung und Alt standen bei dem Projekt im Vordergrund. Bei den Bewegungswerkstätten wurden wichtige Aspekte der eigenen Lebensgeschichte erzählt, bei Rundgängen der Stadtteil hinsichtlich Freizeitgestaltungsmöglichkeiten untersucht, zur Geschichte der Häuser von SchülerInnen und Senioren geforscht, Einblick in kreuzberger Bibliotheken, Archive, dem Museum, dem Künstlerhaus Bethanien und seiner Umgebung genommen.Die Seniorenfreizeitstätte Falckensteinstr. 6 in der sich viele der älteren Projektbeteiligten zu Aktivitäten begegnen, sowie die umgebende Grünanlage, die für Kinder und Jugendliche geschaffen wurden, erfuhren durch die Projektteilnehmer eine künstlerische Stadtraummarkierung, um die gemeinsamen Interessen am belebten Kiez hervorzuheben. Mögliche gemeinsame Aktivitäten wurden dabei im Rahmen der Ortsbegehungen und einer Ideenswerkstatt ausgelotet. Als erstes Ergebnis wurde der Eingangsbereich der Seniorenfreizeitstätte symbolisch mit bunten Farben angestrichen und Verbindungslinien zwischen dem Haus und einem benachbarten Fußballplatz mit Grünfläche mit farbigen Symbolen markiert.

Objekte/Bereiche
In der Ausstellung, die auch als Wanderausstellung konzipiert wurde, wird über das Projekt informiert. Fotos und Texte wurden an künstlerisch gestalteten, teils den Häusern nachempfundenen 9 Umzugskartons montiert. An Wäscheleinen, befestigt mit Wäscheklammern, informieren Texte über den Projektverlauf, die untersuchten Orte und die erarbeiteten Ergebnisse.

Ziele/Konzept
Diese Projektidee entstand im Rahmen des internationalen Jahres der Senioren 1999, das den Titel „Berlin 2000. Eine Hauptstadt für alle Lebensalter“ trägt. Das Projekt und die Ausstellung wurden finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zum Kontext: Der Grundgedanke des Projekts ist, durch Kulturarbeit Rahmenbedingungen zu schaffen, daß sich Menschen verschiedener Generationen und Kulturen verstärkt an der Gestaltung ihrer Umwelt beteiligen. Dadurch sollen interaktive und intergenerative Begegnungen und Handlungsfelder im Stadtteil initiiert werden. Problemen, die mit der fehlenden Komminikation zwischen Menschen in der Stadt einhergehen, sowie Ghettoisierungen soll damit begegnet werden. Unser Projekt fand im sog. „Wrangel-Kiez“ statt, der als Berliner Problembezierk kürzlich mit einem Quartiersmanagement ausgestattet wurde. Das Seniorenamt des Bezirks Kreuzberg wurde zum Kooperationspartner, koordiniert wurde das Projekt mit der Plan- und Leitstelle Gesunde-Städte-Netzwerk/WHO sowie dem Jugendamt von Kreuzberg.

Was hat das mit dem Verein Nachbarschaftsmuseum zu tun, der Träger des Projekts ist? – Aspekte von Museumsarbeit – das Arbeiten mit Erinnerungen von Menschen im historischen und sozialen Kontext – und Sozio-Kulturarbeit – das Arbeiten mit Erinnerungen im Lebensumfeld unterschiedlicher Bezugsgruppen – sollen zwecks Synergienbildung zusammengeführt und interdisziplinäre Kooperationen zwischen Einrichtungen der Jugend- und Seniorenarbeit angeregt werden. Den Bezugsrahmen bilden Gegenwartsprobleme, Historie und das soziale Gedächtnis von Menschen. Die Projektergebnisse wurden  am 1. Juli in der Kiezschule Kreuzberg präsentiert. Die dabei entstandene Ausstellung wanderte am 1. Oktober anläßlich des „Tages der älteren Generation“ weiter in die Seniorenfreizeitstätte, informell vernetzt mit den „Global Walks“ der WHO am 2. Oktober 1999. In Fortsetzung des Projekts wurde, angeregt durch das Kreuzberger Seniorenamt, im Jahre 2000 der intergenerative Workshops „In allen Farben: Ideen für ein Miteinander“ realisiert. Die bisher entwickelten Vorschläge für gemeinsame Aktivitäten in der Seniorenfreizeistätte und Umgebung sowie die Gestaltungsvorschläge wurden bei einer Ideenwerkstatt aufgegriffen und künstlerisch bearbeitet. Sie sollen Grundlage sein für die Gestaltung eines neuen Wandgemäldes im Eingangsbereich der Seniorenfreizeitstätte und Bausteine bilden für weitere interdisziplinäre Kooperationen. Eine weiteres „Stadtraummarkierung“-Projekt  „Abgefahrene Züge“ im Bereich ehemaligen Anhalter Bahnhofs, nahe dem Regierungsviertel, erfolgte  im Anschuß an dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Kreuzberger „Stadt als Schule“.

Zielgruppen
Multiplikatoren aus dem Bildungs- und Kulturbereich, päd. Institutionen, der Gemeinwesenarbeit, dem Bereich Stadtplanung, Schulen, außerschulische Einrichtungen, Nachbarschaftszentren.



Stadtraum ist Lebensraum für Kinder

Projektbeispiel „Ein Haus in Europa“

Erzählungen der Älteren zu ihren Kindheitserinnerungen geben Schülerinnen Anregungen, den Stadtteil mit ihnen zu untersuchen und Möglichkeiten der Mitgestaltung herauszufinden. Veränderungsvorschläge werden in das Modell Planning for Real eingearbeitet und bei der Nachbarschaftskonferenz Stadtraum ist Lebensraum für Kinder präsentiert.

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Fotos: Christa Reinhard-Juch