Archiv der Kategorie: Projektbeispiele



2017 Projekt „Erfahren, verstehen, gestalten – für eine gemeinsame Zukunft in Berlin“

Wir machen Bildungs-und Begegnungsangebote für geflüchtete NeuberlinerInnen, damit diese sich in der Berliner Residenzgesellschaft besser verorten und eigene Zukunftspläne gezielter verfolgen können. Dafür bieten wir Workshops an, bei denen Neu- und AltberlinerInnen mit und ohne Fluchterfahrung  zusammenkommen.

Die Kooperationspartner  unter der Regie des Nachbarschaftsmuseums e.V. sind  die Flüchtlingskirche in Kreuzberg, das Friedrichshain-Kreuzberg Museum, der Verein südost Europa Kultur e.V., der Türkische Frauenverein e.V., das Deutsche Theater (Offenes DT), LAWRENCE Berlin.

Das Projekt wird gefördert von TOTAL Deutschland GmbH.

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Das Projekt verbindet sich mit der Geschichte Berlins, insbesondere der Vermittlung klassisch-humanistischer Traditionen, die für das demokratische Lernen in unserer Gesellschaft eine  zentrale Bedeutung haben. Es begibt sich auf eine Spurensuche bei den Gebrüdern von Humboldt, zeigt im weiteren Verlauf exemplarisch auf, wie sich Demokratie und Berliner Zivilgesellschaft in der  Nachkriegszeit herausbildeten und der Stadt ein Charakteristikum bis in die Gegenwart geben.

Mit Migrantenorganisationen, wie z. B. dem Türkischen Frauenverein e.V. und dem Verein südost  Europa Kultur e.V.  wird die migrantenspezifische Perspektive  verfolgt.  Unter welchen Voraussetzungen haben die Migrantenorganisationen in Berlin eine soziale Infrastruktur aufgebaut, wie hat sich insbesondere bei  Frauen ein geschlechter-demokratisches Bewusstsein herausgebildet? Wie arbeitet vernetztes globales Denken und Handeln bis in die Gegenwart? Wie stellt sich die Situation für nachfolgende Generationen dar, welche  Angebote werden für  Geflüchtete gemacht. Wie werden sie auch aktuell zu Akteuren werden, führt uns das Beispiel LAWRENCE Berlin vor.

Die Frage „Welche Zukunft?!“ ist Thema der aktuellen Saison im Deutschen Theater, auch in Verbindung mit dem Humboldt-Forum.  Das Offene Theater bietet dort alle 2 Wochen mittwochs Begegnungen für Alt- und NeuberlinerInnen mit wechselndem Programm an und macht sich mit seinen Angeboten bekannt https://www.deutschestheater.de/programm/aktuelles/unterseiten_16_17/offenes_dt/.

Es wird eine Brücke geschlagen  zu den geflüchteten NeuberlinerInnen. Was sind ihre spezifischen Erfahrungen, die sie mit nach Berlin brachten, was davon konnten sie unter welchen Voraussetzungen umsetzen  und was  können uns ihre Erfahrungen für eine gemeinsame Zukunft in Berlin lehren?

Im Rahmen unserer Abschlussveranstaltung am 22. November 2017 im Offenen Theater des Deutschen Theaters werden einige der Projektbeteiligten über ihre  – überwiegend ehrenamtlichen – Betätigungsfelder und damit verbundene neue Herausforderungen für eine Selbstverortung und Zukunft in Berlin berichten.

Näheres zu den Workshops



2017 Herkunft – Ankunft – Zukunft in Berlin

Wir bringen Geflüchtete in Kontakt mit Einrichtungen, die zeigen, wie sie Deutsch lernen, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt und unterstützende Netzwerke finden und wir stellen gelungene Kooperationsprojekte mit Museen vor. Das Projekt ist eingebettet in die Geschichte der Zivilgesellschaft Berlins und seiner solidarischen Bewegungen.

Das Projekt verbindet sich mit Bildungsangeboten bzw. fünf Workshops für NeuberlinerInnen vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Stadtgesellschaft.
Es will Grundlagen schaffen, damit insbesondere Geflüchtete ihre Lebensinteressen gezielter artikulieren und verfolgen können mit der Perspektive einer gelingenden politischen Teilhabe an der Stadtgesellschaft Berlins.

Ein Kooperationsprojekt im Verbund mit der Dorfwerkstadt e.V. unter der Regie des Nachbarschaftmuseums.
Gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung, TOTAL Deutschland GmbH und BUDDY BEAR BERLIN GmbH.
Projektzeitraum: Februar –  Juni 2017
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 Anliegen  des Projekts

–  Schärfen des historischen Blickes auf Berlin in Verbindung mit Museumsführungen,
um  Anhaltspunkte für die Gegenwartsverortung und das Funktionieren  einer
Stadtgesellschaft heute zu erhalten.

– Voraussetzungen entwickeln für den Erwerb sprachlicher, sozialer und beruflicher
Kompetenzen durch das Zusammenführen mit Einrichtungen, deren Anliegen die
nachhaltige berufliche Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist.

– Das Funktionieren von Vereinen, Nachbarschafts- und (Berufs-) Bildungs-
einrichtungen, sowie der Flüchtlingskirche in unserer Gesellschaft zu vermitteln.

Das Projekt bezieht sich auf vorangegangene Projekte und Netzwerke, wie z. B.  im  Jahr 2016 „Berliner Heimatschaf(f)ten…“/ „Wie lebt es sich in Berlin heute? Stadtaneignungen für Neuankömmlinge“ (siehe auch unter „2016 Projekte“ )

Unsere Kooperationspartner/ aufgesuchte Orte

Flüchtlingskirche in Kreuzberg Die Flüchtlingskirche macht kulturelle Begegnungsangebote
– so z.B. das International Dinner – auf die wir uns beziehen.

Das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seinen Ausstellungen; z.B. „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte vom halleschen zum frankfurter tor“ sowie „Ferngespräche“.
Es bietet Führungen durch ausgewählte Bereiche sowie Stadtrundgänge an.

Das Nachbarschaftshaus Urbanstraße mit seinen Projekten „dabei sein“. Der Fokus richtet sich auf das Aktivwerden und die Teilhabe geflüchteter Menschen hinsichtlich freiwilligem Engagement, Selbstorganisation, Ausbildung, berufliche Orientierung, Jobfindung.

TeachCom Edutainment gGmbH (TCE) in Verbund mit ARRIVO BERLIN; eine Ausbildungs- und Berufsinitiative zur Integration von geflüchteten Menschen in den Berliner Arbeitsmarkt. TCE bietet differenzierte Bildungselemente und Berufs-orientierungskurse für Geflüchtete und vermittelt in Bereiche der ARRIVO BERLIN.

Der Verein südost Europa Kultur e.V., über den u. a. Geflüchtete aus Bosnien-Herzegowina organisiert sind. Erfahrungswissen verschiedener Generationen und Kulturen, die über Fluchterfahrungen verfügen, wird im  Projekt zusammen geführt. Er ist mit der Ausstellung „1000 Tücher gegen das Vergessen“ vom 3. März – 02. Juli 2017 im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin (MEK) vertreten. Es entstand in Kooperation mit der Stiftung Überbrücken und der Koordinierung Ostmittel- und Südosteuropa am MEK.

Das Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin (MEK) beschäftigt sich in den Bereichen Forschung, Sammlung, Bewahrung, Präsentation und Vermittlung mit Lebenswelten und Kulturkontakten in Europa vom 18. Jahrhundert bis heute. – Bezugspunkt im Projekt sind neben „1000 Tücher gegen das Vergessen“ die Ausstellung „daHeim: Einsichten in flüchtige Leben“ (27. 7. 2016 – 02. 07. 2017), in Kooperatioon mit barbara caveng & KUNSTASYL



2016: Wie lebt es sich in Berlin heute? Stadtaneignungen für Neuankömmlinge

Ziel des Projekts war die aktive Aneignung von Berliner Orten, die durch Initiativen sozialer Bewegungen von den 70er Jahren bis in die Gegenwart geprägt sind und die jetzt auch für Geflüchtete Anhaltspunkte für ihre Integration bieten. Die Kraft und Erfahrung dieser Initiativen  vor dem Hintergrund der Geschichte Berlins, seiner BewohnerInnen und seiner sozialen Bewegungen zu nutzen, war das Anliegen.

Herausgefunden werden sollte, inwiefern sprachliche, soziale und berufspraktische Kompetenzen von Geflüchteten im Verbund mit den aufgesuchten Initiativen befördert werden können. Die Workshops wollten Geflüchteten Mut machen, Wege der Selbstaneignung für eine Zukunftsperspektive in der Stadt zu beschreiten, Neues dazuzulernen und sich weiterführende Netzwerke und Bündnispartner zu erschließen.

Kooperationspartner: Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Flüchtlingskirche in Kreuzberg, Verein südost Europa Kultur e. V. , FreiwilligenAgentur Friedrichshain-Kreuzberg.

Gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und Total hilft.
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Projektbestandteil waren Führungen der genannten Zielgruppen durch das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seiner  Ausstellung „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte: vom halleschen zum frankfurter tor“ sowie geführte Stadtrundgänge in Verbindung mit den ausgesuchten Orten. Die Besuche der  Einrichtungen werden inhaltlich und sprachlich in Sprachlerngruppen aufbereitet.

Zu den Initiativen, mit denen dieses Projekt zusammen arbeitete, gehörten z.B. der InfoBus für Freiwillige an der Notunterkunft Flughafen Tempelhof (am Hangar 5),  die Akademie der Autodidakten/Ballhaus Naunynstraße,  die Refugee Academy, NUSZ/UFA-Fabrik, Kochinitiativen mit Geflüchteten wie z.B. in der Flüchtlingskirche.



2016 Berliner Heimatschaf(t)fen. Wie kann Berlin für seine Bevölkerung Heimat werden und Heimat bleiben?

In Begegnungswerkstätten von April bis Juli 2016 zeigte der Verein Nachbarschaftsmuseum Wege auf, wie Berlin ein Zuhause werden kann für jene, die hier Zuflucht genommen haben, und zugleich ein Zuhause bleibt für Menschen, die sich hier schon lange beheimatet fühlen.

Ausgangsort sowie Kooperationspartner waren die Flüchtlingskirche in Berlin-Kreuzberg und das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seiner  Ausstellung „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte: vom halleschen zum frankfurter tor“.

Die Begegnungswerkstätten verbanden sich mit Führungen durch die Ausstellung „Ortsgespräche…“  des FHXB Museums sowie Stadtrundgängen im Umkreis des Museums und der Flüchtlingskirche mit anschließenden Gesprächen.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Berlin und Total hilft, in Zusammenarbeit mit der Dorfwertstadt e.V.

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Projekt Integrationspotenziale gelingender Berliner Nachbarschaft(en) 2015

Das Projekt verfolgte das Anliegen, Integrationspotenziale gelungener Nachbarschaften im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bei einem Erfahrungsaustausch zwischen Migrantenorganisationen, Flüchtlingsinitiativen und lokalen Akteuren auszuloten und Aktivierungspotenziale zu ermitteln.

Erfahrungen von langjährig ansässigen Flüchtlingen, die in Friedrichshain-Kreuzberg organisiert sind und die über ein Wissen hinsichtlich Selbstorganisation, Initiativen und Vernetzungsstrukturen verfügten, wurden in einen Austausch mit neu hinzugekommenen Flüchtlingen, deren Bezugsort der Oranienplatz war oder ist sowie weiteren lokalen Akteuren „vor Ort“ zusammengeführt.

Die Kooperationspartner: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum /Refugee Bewegung, Interkultureller Garten Rosenduft (Träger: Verein Südosteuropa Kultur e.V.), BIZIM-Kiez, , Kiezbündnis am Kreuzberg — Kreuzberger Horn, Möckernkiez e.V., Christus-Kirchengemeinde- , Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Arabische Elternunion e.V.  sowie weitere Initiativen. Weiterlesen



Alle Welt: Im Museum – InterKulturelle LernSTOFFE (2014)

Eine Inspirationsreise durch die Kulturgeschichte des textilen Handwerks in Verbindung mit experimentierenden Formaten von Designvermittlung im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin.

Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit dem Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin, dem Nachbarschaftsmuseum e.V., ISI Initiative selbständiger Migrantinnen e.V., be able GbR. – Zielgruppe des Projekts: Existenzgründerinnen im Textilbereich insbes. mit Migrationshintergrund, Kleinunternehmen sowie allgemein an Textilien interessierte.

Anknüpfungspunkt – neben den textilen Sammlungsbeständen des Museums – war  die Sonder-Ausstellung „Textile Vielfalt. Objekte aus 60 Jahren künstlerischer Textilgestaltung in Potsdam“, die vom 19.10.2014 – 01.03.2015 im Museum Europäischer Kulturen zu sehen war.

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Bei Führungen und Workshops von September bis November 2014 wurden zunächst textile Sammlungsbestände des Museums besucht, sodann die Sonderausstellung „Textile Vielfalt….“ in Absprache mit den ProjektpartnerInnen besucht und diskutiert. Die Aktivitäten wurden mit dem Erfahrungswissen der TeilnehmerInnen bzw. den eigenen Produktideen in einen Austausch gebracht, um im Anschluss daran eigene Prototypen zu entwickeln.
Das Museum erwies sich als Inspirationsquelle für die eigene handwerkliche und gestalterische Tätigkeit der Workshop-Teilnehmerinnen. Der Grundstock für eine weiterführende Zusammenarbeit der Kooperationspartner wurde mit diesem Projekt gelegt.

Das Modellprojekt erhielt eine Förderung vom Bundesinnenministerium in Zusammenarbeit mit dem Deutsches Museumsbund; Näheres zum Projekt siehe Blogs Alle Welt: Im Museum – InterKulturelle LernSTOFFE

Projektbroschüre S. 39 – 41 Die Textilexpertinnen



Stadtentwicklung Berlins (2014)

Die bisherige und künftige Stadtentwicklung Berlins wurde aus der Perspektive von Migrantenorganisationen – ihrer Geschichte und ihren Anliegen – sowie ihrer Mitwirkenden bei Veranstaltungen vorgestellt und dokumentiert.

Die beteiligten Vereine und Initiativen stellten bei Veranstaltungen ihre Arbeit und exemplarisch Menschen vor, die Vereins-Angebote für sich in Anspruch nahmen, sich damit persönlich weiter entwickelten und somit selber Einfluss auf die Vereinsarbeit, das Selbstverständnis, das soziale, politische und wirtschaftliche Geschehen Berlins genommen haben. Sie wurden Bodenbereiter für die Zivilgesellschaft, das Miteinander der Kulturen, des gesellschaftlichen Dialogs.

Kooperationspartner: Nachbarschaftsmuseum e.V./Berliner Plattform, Aufbruch Neukölln e.V., Ausländer mit uns e.V., Club Dialog e.V./ Jugend- und Familienzentrum Schalasch, Verein SüdostEuropa Kultur e.V./ Interkultureller Garten Rosenduft, To Spiti Interkulturelles Frauen- und Familienzentrum – Diakoniewerk Simeon/ Interkultureller Garten Perivoli. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin. – Siehe auch  „Stadtentwicklung Berlins“

sowie „Tage des Interkulturellen Dialogs“, Veranstaltung am 13. Oktober 2014



Brandenburger Bräute (2010 – 13). Eine Wanderausstellung

2010 – 2013 Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt „Brandenburger Bräute“
– Seit 2011 als erweiterte  Wanderausstellung –

2010
Ausstellung im Rahmen des von Kulturland Brandenburg 2010 ausgerufenen Themenjahres „Mut & Anmut – Frauen in Brandenburg-Preußen“ mit Fotografien aus dem Archiv historische Alltagsfotografie von Hochzeiten und Brautpaaren aus den letzten 120 Jahren sowie Brautgeschichten historischer und gegenwärtiger Brandenburger Frauen.

Ein Kooperationsprojekt der Gemeinwesenakademie des Vereins Soziale Stadt Potsdam, des Potsdamer Stadtteilmanagement am Schlaatz, des Archivs historische Alltagsfotografie und des Vereins Nachbarschaftsmuseum. Die Ausstellung wurde gefördert durch Kulturland Brandenburg 2010, das Programm Soziale Stadt Potsdam,  die Gewoba – ein Unternehmen der  Pro Potsdam GmbH, den Verein Soziale Stadt Potsdam e.V., die Donnation – Frauenstiftung zu Berlin und run-Umzüge Berlin.

Die Ausstellung zu unterschiedlichen Hochzeitsbräuchen in Brandenburg basierte neben den Fotografien des Archivs für hinstorische Alltagsfotografie auf kulturhistorischen Forschungen in über zwanzig Brandenburger Museen sowie auf 21 Zeitzeugeninterviews. Sie bestand aus einem historischen und einem aktuellen Ausstellungsteil.
Ausgangsort der ersten Ausstellung war Potsdam mit seinem multikulturellen Stadtteil Schlaatz; Ausstellungsorte das „Haus der Generationen und Kulturen“ sowie das  „Bürgerhaus im Schlaatz“. Weiterlesen

Das Projekt „Brandeburger Bräute“ entstand unter aktiver Einbeziehung der Brandenburger Bevölkerung mit Fokus auf Potsdam durch das Zusammentragen von Hochzeitsgeschichten und Objekten. Die kulturellen und religiösen Besonderheiten, Riten und Traditionen rund um die Hochzeit wurden ebenso aufgezeigt wie die Lebensentwürfe von Frauen unterschiedlicher Generationen und Kulturen unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren, wie
z. B. Familienberatungsstellen, Migrantenorganisationen, Schreibwerkstätten, Religionsgemeinschaften, der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam und engagierten Einzelpersonen. Filmvorführungen, Vorträge, Lesungen, Round-Table-Gespräche vertieften vielfältige Aspekte rund um die Hochzeit. Veranstaltungsprogramm Brandenburger Bräute Potsdam 2010

Ausstellungsorte der Wanderausstellung im Land Brandenburg:
2011       Freilichtmuseum Altranft
2011/12  Heimatmuseum Strausberg siehe
2012         Rathaus Klein-Machnow
2012/13   Museen Alte Bischofsburg in Wittstock/Dosse

Die Wanderausstellung erweiterte sich um die jeweiligen Hochzeitsgeschichten, dazugehörigen Objekte und Brauterlebnisse „vor Ort“ in Zusammenarbeit mit den beteiligten Museen.

Die „Brandenburger Bräute“ lieferten Beispiel für den Sentitreff (einem
multikulturellen Luzerner Statteilzentrum) und das Historische Museum in Luzern/CH für das
Ausstellungsprojekt „Ewig dein. Vom Flirten, Lieben und Zusammenleben“
(2012/13. In Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsmuseum wurden bei der Begleitveranstaltung „Heiraten in Brandenburg“ in Luzern 2013 Brautpaare zweier Generationen aus den Partnerstädten Potsdam und Luzern zu einem Erfahrungsaustausch zusammen geführt.

Hinweis: Die Ausstellung „Brandenburger Bräute“ wird weiterhin vom Archiv für historische Alltagsfotografie als Wanderausstellung angeboten; nähere Details können abgefragt werden

Publikation: Lothar Binger, Susann Hellemann „Brandenburger Bräute – Frauenschicksale und Hochzeitstraditionen in der Mark“, Kleinmachnow 2012 im Selbstverlag (lotharbinger@googlemail.com)

© Archiv für Historische Alltagsfotografie

 



Döner, Dienste und Design (2010/11)

Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer.
Eine Werkstattausstellung zur Migrantenökononomie.

Der Döner-Kebab im Brot ist eine Erfindung aus Berlin. Die Erfolgsgeschichte des Fastfoods ist in Deutschland ungebrochen – seinen Siegeszug durch Europa hat er bereits angetreten. In den letzten 20 Jahren hat sich eine Döner-Industrie entwickelt, zu der nicht nur die Imbiss-Läden zählen, sondern vor allem die professionellen Produktionsstätten,
Bäckereien und die Unternehmen für Gastronomiebedarf.

Neben den typischen kleinen Geschäften und Restaurants gibt es mittelständische Unternehmen im Dienstleistungsgewerbe und im Export; andere betätigen sich im Medien- und Kunstbereich. Sie sind aus Berlin nicht mehr wegzudenken, da sie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität und zur kulturellen Belebung der Stadt leisten.

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Der Döner-Kebap ist eine Erfindung aus Berlin, und zwar von einem ehemaligen „Gastarbeiter“ aus der Türkei. Die Erfolgsgeschichte des Fast-Foods ist in Deutschland ungebrochen – seinen Siegeszug durch Europa hat er bereits angetreten. Etwa 1.600 Döner-Imbiss-Betreiber gibt es in Berlin. Ihre Spieße erhalten sie längst von professionellen Produzenten. In den letzten 20 Jahren hat sich eine regelrechte Döner-Industrie entwickelt, die auch für die Ausstattungen sorgt. Die entsprechenden Zuliefererfirmen findet man im türkischen Branchenbuch für Berlin-Brandenburg.

Alle Unternehmer/innen haben zweierlei gemeinsam. Sie stärken das wirtschaftliche Rückgrat unserer Gesellschaft, und sie sind Migrant/innen oder deren Nachfahren. Die Arbeit dieser Selbstständigen wird in Fachkreisen als „Migrantenökonomie“ bezeichnet. Dabei handelt es sich nicht mehr um eine Nischenwirtschaft. Neben den typischen kleinen Geschäften und Restaurants gibt es mittelständische Unternehmen im Dienstleistungsgewerbe und im Export; andere betätigen sich im Medien- und Kunstbereich. Sie sind aus Berlin nicht mehr wegzudenken, da sie einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlergehen und zur kulturellen Belebung der Stadt leisten.

Eine Werkstattausstellung präsentiert dieses Thema mit Fotos und ausgewählten Objekten. Sie ist der Beitrag des Museums Europäischer Kulturen und des Nachbarschaftsmuseums e.V. zum EU-Projekt Unternehmenskulturen in europäischen Städten, an dem Museen und Kultureinrichtungen aus sieben Ländern beteiligt sind. Sie bezieht sich auf das Projekt „Migration, Arbeit und Identität“ (2000-2003), das ebenfalls von der EU gefördert wurde.
Ausstellungseröffnung: Museen Dahlem am 20. November, 19 Uhr,
Fabeckstr. 14-16

Veranstalter: Museum Europäischer Kulturen

Ausstellungsdokumentation

Näheres zum EU-Projekt „Entrepreneurial Cultures in Cities in Europe“ siehe Publikation: Entrepreneurial Cultures in Europe 2010



Döner, Dienste und Design (2010/11)

Berliner UnternehmerInnen; Wanderausstellung

Präsentation der Ausstellung im Rahmen der 26. Deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT) im Oktober 2010 in der STATION-Berlin am Gleisdreieck sowie im Rathaus Schöneberg vom 8.12.2010 bis 07.01.2011 im Rahmen der Reihe „CrossKultur 2010“, einem Kooperationsprojekt der Integrationsbeauftragten des Bezirks, der Museen Tempelhof-Schöneberg und des bezirklichen Modellprojektes „Demographischer Wandel – Strategien für Berliner Bezirke“, initiiert von Bezirksbürgermeister Ekkehard Band.

Mehr zum EU-Projekt „Entrepreneurial Cultures in Cities in Europe“ siehe Publikation: Entrepreneurial Cultures in Europe 2010