Archiv der Kategorie: Migration und Museum



2018 „Erfahren, verstehen, gestalten – für eine gemeinsame Zukunft in Berlin“

Das Projekt versteht sich in Fortsetzung zu dem gleichlautenden Projekt aus dem Jahr 2017. Es richtet sich an Geflüchtete und will sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte und Gegenwart Berlins auseinandersetzen.

Es wird finanziell gefördert durch TOTAL Deutschland GmbH und ist im Rahmen einer Co-Finanzierung  mit dem Projekt „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“ verbunden;  siehe Projektbeschreibung. Mit Hilfe der Förderung  können inhaltlich vertiefende Zusatz-Angebote im Sinne eines „work in progress“ durchgeführt werden  (siehe unter Projektbeispiele unten).

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Durch das Kennenlernen der deutschen Geschichte können Vergleiche zu eigenen gesellschaftlich relevanten Erfahrungen der Geflüchteten hergestellt werden. Es werden Themen aufgegriffen, die eine Brücke zwischen den Lebensumständen Geflüchteter heute und vorhandenen sozialen Initiativen schlagen, die Andockmöglichkeiten für das „Ankommen und Bleiben in Berlin“, also eigene Engagements, das Verfolgen beruflicher Ziele (incl. Erwerben von Sprach- und Kommunikationskompetenzen, Selbstorganisation), zum Thema Leben und Wohnen in Berlin, das Zurechtfinden in nachbarschaftlichen Netzwerken, im Fokus haben.

Langfristig verfolgt das Projekt das Ziel, durch das Dokumentieren und Präsentieren relevanter biografischer Erfahrungen der Geflüchteten (unter Einbeziehung der Projektmitwirkenden, die über langjährig zurückliegende Fluchterfahrungen verfügen), ihnen über den Kulturbereich Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation – z. B. bei Ausstellungen und Veranstaltungen – zu verschaffen.

Weiter zu den Workshops:
Siehe auch Projekt „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Workshop in Verbindung einer sommerlichen Exkursion nach Potsdam
Sonntag, 29. Juli 2018, 13 Uhr,  Römische Bäder (Museum)
Park Sanssouci, 14471 Potsdam
(https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/roemische-baeder-im-park-sanssouci/)

Was erwartet uns?
Durch den Besuch der Römischen Bäder mit seiner Ausstellung „Tischlein deck dich“ und
der historischen Parkanlage Sanssouci  lernen wir das Leben in Preußen (heute Land Brandenburg), dessen Hauptstadt Potsdam war bzw. ist, kennen. Kinder haben die Möglichkeit, sich in der Ausstellung spielerisch damit auseinander zu setzen.  Ein Museumsmitarbeiter wird uns nach der Führung über die Geschichte Potsdams nach Kriegsende 1945 am Beispiel des Cecilienhofes erzählen. – Danach gibt es ein Picknick an den Römischen Bädern. Wir bitten, Essen und Getränke mitzubringen.

Im Anschluss daran wird ein geführter Spaziergang durch die Parkanlage angeboten, um Näheres über die Historie von Sanssouci zu erfahren. Potsdamer Migrantenorganisationen sind gebeten, uns bei der Exkursion zu besuchen und über ihr Leben in Potsdam zu erzählen.

Die Exkursion will Voraussetzungen schaffen, auch nach dem Besuch der Parkanlage  mit seinen Museen den eigenständigen Besuch der Teilnehmenden  zu ermöglichen. Zu kommenden Veranstaltungen wird nach der Exkursion verwiesen; enstprechende Absprachen mit dem Museumsstab von Sanssouci sind getroffen.

Sommer-Workshop Mittwoch, 8. August 2018,

12.30 h Besuch der MORUS 14
Morusstr. 14, 12053 Berlin-Neukölln, sowie

15 – 16 Uhr Zirkus Cabuwazi
Columbiadamm 84, 10965 Berlin-Tempelhof

Was erwartet uns?
Zum Thema „Zur Relevanz von Wohnen und Nachbarschaft in der Einwanderungsgesellschaft“ machen wir mit interessanten Nachbarschaftsinitiativen bekannt, die in der Umgebung der Tempohomes am ehemaligen Flughafen Tempelhof  liegen. Es versteht sich  im Kontext des Projekts „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Wir starten um 12.30 h mit einem Essen in der MORUS 14  Es wird von einer Köchin, die aus dem Libanon stammt, zubereitet. Das gemeinsame Essen wird von Menschen aus der Nachbarschaft gekocht und versteht sich als Begegnungsangebot. Nach dem Essen erklärt uns der Leiter derMORUS 14, Gilles Duhem, die Arbeit des Vereins. – Die MORUS 14 ist ein Ort der Kultur, der friedlichen Begegnungen und des Dialogs zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen. Der Verein fördert u. a. intensiv die Bildung und Sozialkompetenz von Kindern und Jugendlichen.

Sodann wird Malalai Murr vom Deutsch-afghanischer Bildungs- und Integrationsverein  (DABIV e.V.) von ihrer Arbeit und den Angeboten des Vereins  berichten.

Es geht weiter um 14.40 h Uhr mit dem Bus 104  (bis Haltestelle Golßener Straße) zum
Zirkus Cabuwazi, Columbiadamm 84.

Am 29. Juni haben einige Projektteilnehmerinnen bereits die Nähwerkstatt von Cabuwazi kennen gelernt, die immer freitags von 14 – 17 Uhr für Frauen angeboten wird.

Jetzt macht uns die Bereichs-Leiterin Ylva Queisser mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bekannt (http://www.cabuwazi.de/Projekte/cabuwazi-beyond-borders.php).
wird über kostenlose Zirkusaufführungen für alle informieren (http://www.cabuwazi.de/kalender.php). –  Mit dem Projekt CABUWAZI Beyond Borders möchte der Zirkus Kindern und Jugendlichen, die ihr Zuhause verloren haben, einen sicheren Ort bieten. Das Zirkustraining soll schön sein, Spaß machen und erste positive Erfahrungen mit der neuen Umgebung ermöglichen.
Der Zirkus macht zusätzliche Anbgebote für die ganze Familie.

Durch den Besuch zeigen wir Möglichkeiten auf, aktuell ein Sommerprogramm zu gestalten, aber auch langristig  die Angebote des Zirkus, der in mehreren Berliner Bezirken arbeitet, zu nutzen.

Vertiefende Zusatz-Angebote im Rahmen der Workshops / Projekt „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Sonntag, 29. April 2018, 14 – 18 Uhr
Besuch des Bauhaus-Archivs anläßlich des
„Tag der offenen Tür“
Klingelhöfer Str.14, 10785 Berlin-Tiergarten
https://www.bauhaus100.de/de/heute/Open-House-im-BHA.html

Freitag, 29. Juni 2018, 14 – 17 Uhr
Nähwerkstatt für Frauen beim Zirkus Cabuwazi
CABUWAZI Tempelhof – Der Kulturflughafen
Columbiadamm 84,10965 Berlin
http://www.cabuwazi.de/Standorte/Tempelhof.php
Unter Anleitung haben geflüchtete Frauen, so auch aus den benachbarten Tempohomes,  die Möglichkeit, Eigenes zu nähen oder auszubessern. Stoffe und weitere Materialien können kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Zirkusambiente regt an, miteinander ins Gespräch zu kommen und das benachbarte Geschehen  zu verfolgen.

Freitag, 27. Juli 2018, 14 – 17 Uhr
„Offene Gärtnerei inklusive Kennenlernen der Imkerei“
Die Gärtnerei – Coop-Campus
Hermannstr. 84, 12051 Berlin-Neukölln
www.coop-campus.de
In Kooperation mit Sven Seeger, Co-Projektleiter des Coop-Campus/ Die Gärtnerei.
Mitwirkung bei der Gartengestaltung, bei der Ernte sowie Kennenlernen der Imkerei; abschließende Gespräche mit dem Gesamtteam. Auf Wunsch werden die Aktivitäten und Weiterbildungsangebote der Schlesichen 27 erläutert.



2018 „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Ziel des Projekts ist das Entwickeln und Durchführen von Bildungs-, Kultur-  und Begegnungsangeboten  für geflüchtete NeuberlinerInnen  im Team mit AltberlinerInnen unterschiedlicher kultureller Wurzeln und Lebenshintergründe. Das Projekt will sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte und Gegenwart Berlins auseinandersetzen. Es werden Themen aufgegriffen, die eine Brücke zwischen den Lebensumständen Geflüchteter heute und vorhandenen sozialen Initiativen schlagen. Das Thema „Zur Relevanz von Wohnen und Nachbarschaft in der Einwanderungsgesellschaft“ nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.

Die Kooperationspartner sind Tiny House University/ Bauhaus Campus, Flüchtlingskirche in Kreuzberg, südost Europa Kultur e.V., tentaja gGmbH, Tamaja GmbH, THF welcome e.V., Technische Universität Berlin (TUB/ politische Bildung), das Offene Theater im Deutschen Theater und weitere lokale Akteure.

Es wird finanziell gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und TOTAL Deutschland GmbH.
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Das Projekt bezieht sich auf vorangegangene Projekte, die kontinuierlich seit dem Jahr 2015 durchgeführt werden. Die dabei entstandenen Netzwerke werden kontinuierlich ausgebaut, an die Zusammenarbeit mit den bisherigen Kooperationspartnern knüpfen wir weiterhin an. Siehe auch vorangegangene Projekte. – Weiter zu den angebotenen Workshops, die in deutscher und arabischer Sprache (ggf. auch in Farsi/Dari) durchgeführt werden.


2017 Projekt „Erfahren, verstehen, gestalten – für eine gemeinsame Zukunft in Berlin“

Wir machen Bildungs-und Begegnungsangebote für geflüchtete NeuberlinerInnen, damit diese sich in der Berliner Residenzgesellschaft besser verorten und eigene Zukunftspläne gezielter verfolgen können. Dafür bieten wir Workshops an, bei denen Neu- und AltberlinerInnen mit und ohne Fluchterfahrung  zusammenkommen.

Die Kooperationspartner  unter der Regie des Nachbarschaftsmuseums e.V. sind  die Flüchtlingskirche in Kreuzberg, das Friedrichshain-Kreuzberg Museum, der Verein südost Europa Kultur e.V., der Türkische Frauenverein e.V., das Deutsche Theater (Offenes DT), LAWRENCE Berlin.

Das Projekt wird gefördert von TOTAL Deutschland GmbH.

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Das Projekt verbindet sich mit der Geschichte Berlins, insbesondere der Vermittlung klassisch-humanistischer Traditionen, die für das demokratische Lernen in unserer Gesellschaft eine  zentrale Bedeutung haben. Es begibt sich auf eine Spurensuche bei den Gebrüdern von Humboldt, zeigt im weiteren Verlauf exemplarisch auf, wie sich Demokratie und Berliner Zivilgesellschaft in der  Nachkriegszeit herausbildeten und der Stadt ein Charakteristikum bis in die Gegenwart geben.

Mit Migrantenorganisationen, wie z. B. dem Türkischen Frauenverein e.V. und dem Verein südost  Europa Kultur e.V.  wird die migrantenspezifische Perspektive  verfolgt.  Unter welchen Voraussetzungen haben die Migrantenorganisationen in Berlin eine soziale Infrastruktur aufgebaut, wie hat sich insbesondere bei  Frauen ein geschlechter-demokratisches Bewusstsein herausgebildet? Wie arbeitet vernetztes globales Denken und Handeln bis in die Gegenwart? Wie stellt sich die Situation für nachfolgende Generationen dar, welche  Angebote werden für  Geflüchtete gemacht. Wie werden sie auch aktuell zu Akteuren werden, führt uns das Beispiel LAWRENCE Berlin vor.

Die Frage „Welche Zukunft?!“ ist Thema der aktuellen Saison im Deutschen Theater, auch in Verbindung mit dem Humboldt-Forum.  Das Offene Theater bietet dort alle 2 Wochen mittwochs Begegnungen für Alt- und NeuberlinerInnen mit wechselndem Programm an und macht sich mit seinen Angeboten bekannt https://www.deutschestheater.de/programm/aktuelles/unterseiten_16_17/offenes_dt/.

Es wird eine Brücke geschlagen  zu den geflüchteten NeuberlinerInnen. Was sind ihre spezifischen Erfahrungen, die sie mit nach Berlin brachten, was davon konnten sie unter welchen Voraussetzungen umsetzen  und was  können uns ihre Erfahrungen für eine gemeinsame Zukunft in Berlin lehren?

Im Rahmen unserer Abschlussveranstaltung am 22. November 2017 im Offenen Theater des Deutschen Theaters werden einige der Projektbeteiligten über ihre  – überwiegend ehrenamtlichen – Betätigungsfelder und damit verbundene neue Herausforderungen für eine Selbstverortung und Zukunft in Berlin berichten.

Näheres zu den Workshops



2017 Herkunft – Ankunft – Zukunft in Berlin

Wir bringen Geflüchtete in Kontakt mit Einrichtungen, die zeigen, wie sie Deutsch lernen, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt und unterstützende Netzwerke finden und wir stellen gelungene Kooperationsprojekte mit Museen vor. Das Projekt ist eingebettet in die Geschichte der Zivilgesellschaft Berlins und seiner solidarischen Bewegungen.

Das Projekt verbindet sich mit Bildungsangeboten bzw. fünf Workshops für NeuberlinerInnen vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Stadtgesellschaft.
Es will Grundlagen schaffen, damit insbesondere Geflüchtete ihre Lebensinteressen gezielter artikulieren und verfolgen können mit der Perspektive einer gelingenden politischen Teilhabe an der Stadtgesellschaft Berlins.

Ein Kooperationsprojekt im Verbund mit der Dorfwerkstadt e.V. unter der Regie des Nachbarschaftmuseums.
Gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung, TOTAL Deutschland GmbH und BUDDY BEAR BERLIN GmbH.
Projektzeitraum: Februar –  Juni 2017
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 Anliegen  des Projekts

–  Schärfen des historischen Blickes auf Berlin in Verbindung mit Museumsführungen,
um  Anhaltspunkte für die Gegenwartsverortung und das Funktionieren  einer
Stadtgesellschaft heute zu erhalten.

– Voraussetzungen entwickeln für den Erwerb sprachlicher, sozialer und beruflicher
Kompetenzen durch das Zusammenführen mit Einrichtungen, deren Anliegen die
nachhaltige berufliche Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist.

– Das Funktionieren von Vereinen, Nachbarschafts- und (Berufs-) Bildungs-
einrichtungen, sowie der Flüchtlingskirche in unserer Gesellschaft zu vermitteln.

Das Projekt bezieht sich auf vorangegangene Projekte und Netzwerke, wie z. B.  im  Jahr 2016 „Berliner Heimatschaf(f)ten…“/ „Wie lebt es sich in Berlin heute? Stadtaneignungen für Neuankömmlinge“ (siehe auch unter „2016 Projekte“ )

Unsere Kooperationspartner/ aufgesuchte Orte

Flüchtlingskirche in Kreuzberg Die Flüchtlingskirche macht kulturelle Begegnungsangebote
– so z.B. das International Dinner – auf die wir uns beziehen.

Das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seinen Ausstellungen; z.B. „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte vom halleschen zum frankfurter tor“ sowie „Ferngespräche“.
Es bietet Führungen durch ausgewählte Bereiche sowie Stadtrundgänge an.

Das Nachbarschaftshaus Urbanstraße mit seinen Projekten „dabei sein“. Der Fokus richtet sich auf das Aktivwerden und die Teilhabe geflüchteter Menschen hinsichtlich freiwilligem Engagement, Selbstorganisation, Ausbildung, berufliche Orientierung, Jobfindung.

TeachCom Edutainment gGmbH (TCE) in Verbund mit ARRIVO BERLIN; eine Ausbildungs- und Berufsinitiative zur Integration von geflüchteten Menschen in den Berliner Arbeitsmarkt. TCE bietet differenzierte Bildungselemente und Berufs-orientierungskurse für Geflüchtete und vermittelt in Bereiche der ARRIVO BERLIN.

Der Verein südost Europa Kultur e.V., über den u. a. Geflüchtete aus Bosnien-Herzegowina organisiert sind. Erfahrungswissen verschiedener Generationen und Kulturen, die über Fluchterfahrungen verfügen, wird im  Projekt zusammen geführt. Er ist mit der Ausstellung „1000 Tücher gegen das Vergessen“ vom 3. März – 02. Juli 2017 im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin (MEK) vertreten. Es entstand in Kooperation mit der Stiftung Überbrücken und der Koordinierung Ostmittel- und Südosteuropa am MEK.

Das Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin (MEK) beschäftigt sich in den Bereichen Forschung, Sammlung, Bewahrung, Präsentation und Vermittlung mit Lebenswelten und Kulturkontakten in Europa vom 18. Jahrhundert bis heute. – Bezugspunkt im Projekt sind neben „1000 Tücher gegen das Vergessen“ die Ausstellung „daHeim: Einsichten in flüchtige Leben“ (27. 7. 2016 – 02. 07. 2017), in Kooperatioon mit barbara caveng & KUNSTASYL



2016: Wie lebt es sich in Berlin heute? Stadtaneignungen für Neuankömmlinge

Ziel des Projekts war die aktive Aneignung von Berliner Orten, die durch Initiativen sozialer Bewegungen von den 70er Jahren bis in die Gegenwart geprägt sind und die jetzt auch für Geflüchtete Anhaltspunkte für ihre Integration bieten. Die Kraft und Erfahrung dieser Initiativen  vor dem Hintergrund der Geschichte Berlins, seiner BewohnerInnen und seiner sozialen Bewegungen zu nutzen, war das Anliegen.

Herausgefunden werden sollte, inwiefern sprachliche, soziale und berufspraktische Kompetenzen von Geflüchteten im Verbund mit den aufgesuchten Initiativen befördert werden können. Die Workshops wollten Geflüchteten Mut machen, Wege der Selbstaneignung für eine Zukunftsperspektive in der Stadt zu beschreiten, Neues dazuzulernen und sich weiterführende Netzwerke und Bündnispartner zu erschließen.

Kooperationspartner: Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Flüchtlingskirche in Kreuzberg, Verein südost Europa Kultur e. V. , FreiwilligenAgentur Friedrichshain-Kreuzberg.

Gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und Total hilft.
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Projektbestandteil waren Führungen der genannten Zielgruppen durch das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seiner  Ausstellung „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte: vom halleschen zum frankfurter tor“ sowie geführte Stadtrundgänge in Verbindung mit den ausgesuchten Orten. Die Besuche der  Einrichtungen werden inhaltlich und sprachlich in Sprachlerngruppen aufbereitet.

Zu den Initiativen, mit denen dieses Projekt zusammen arbeitete, gehörten z.B. der InfoBus für Freiwillige an der Notunterkunft Flughafen Tempelhof (am Hangar 5),  die Akademie der Autodidakten/Ballhaus Naunynstraße,  die Refugee Academy, NUSZ/UFA-Fabrik, Kochinitiativen mit Geflüchteten wie z.B. in der Flüchtlingskirche.



2016 Berliner Heimatschaf(t)fen. Wie kann Berlin für seine Bevölkerung Heimat werden und Heimat bleiben?

In Begegnungswerkstätten von April bis Juli 2016 zeigte der Verein Nachbarschaftsmuseum Wege auf, wie Berlin ein Zuhause werden kann für jene, die hier Zuflucht genommen haben, und zugleich ein Zuhause bleibt für Menschen, die sich hier schon lange beheimatet fühlen.

Ausgangsort sowie Kooperationspartner waren die Flüchtlingskirche in Berlin-Kreuzberg und das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seiner  Ausstellung „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte: vom halleschen zum frankfurter tor“.

Die Begegnungswerkstätten verbanden sich mit Führungen durch die Ausstellung „Ortsgespräche…“  des FHXB Museums sowie Stadtrundgängen im Umkreis des Museums und der Flüchtlingskirche mit anschließenden Gesprächen.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Berlin und Total hilft, in Zusammenarbeit mit der Dorfwertstadt e.V.

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Projekt Integrationspotenziale gelingender Berliner Nachbarschaft(en) 2015

Das Projekt verfolgte das Anliegen, Integrationspotenziale gelungener Nachbarschaften im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bei einem Erfahrungsaustausch zwischen Migrantenorganisationen, Flüchtlingsinitiativen und lokalen Akteuren auszuloten und Aktivierungspotenziale zu ermitteln.

Erfahrungen von langjährig ansässigen Flüchtlingen, die in Friedrichshain-Kreuzberg organisiert sind und die über ein Wissen hinsichtlich Selbstorganisation, Initiativen und Vernetzungsstrukturen verfügten, wurden in einen Austausch mit neu hinzugekommenen Flüchtlingen, deren Bezugsort der Oranienplatz war oder ist sowie weiteren lokalen Akteuren „vor Ort“ zusammengeführt.

Die Kooperationspartner: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum /Refugee Bewegung, Interkultureller Garten Rosenduft (Träger: Verein Südosteuropa Kultur e.V.), BIZIM-Kiez, , Kiezbündnis am Kreuzberg — Kreuzberger Horn, Möckernkiez e.V., Christus-Kirchengemeinde- , Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Arabische Elternunion e.V.  sowie weitere Initiativen. Weiterlesen



Alle Welt: Im Museum – InterKulturelle LernSTOFFE (2014)

Eine Inspirationsreise durch die Kulturgeschichte des textilen Handwerks in Verbindung mit experimentierenden Formaten von Designvermittlung im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin.

Ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt mit dem Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin, dem Nachbarschaftsmuseum e.V., ISI Initiative selbständiger Migrantinnen e.V., be able GbR. – Zielgruppe des Projekts: Existenzgründerinnen im Textilbereich insbes. mit Migrationshintergrund, Kleinunternehmen sowie allgemein an Textilien interessierte.

Anknüpfungspunkt – neben den textilen Sammlungsbeständen des Museums – war  die Sonder-Ausstellung „Textile Vielfalt. Objekte aus 60 Jahren künstlerischer Textilgestaltung in Potsdam“, die vom 19.10.2014 – 01.03.2015 im Museum Europäischer Kulturen zu sehen war.

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Bei Führungen und Workshops von September bis November 2014 wurden zunächst textile Sammlungsbestände des Museums besucht, sodann die Sonderausstellung „Textile Vielfalt….“ in Absprache mit den ProjektpartnerInnen besucht und diskutiert. Die Aktivitäten wurden mit dem Erfahrungswissen der TeilnehmerInnen bzw. den eigenen Produktideen in einen Austausch gebracht, um im Anschluss daran eigene Prototypen zu entwickeln.
Das Museum erwies sich als Inspirationsquelle für die eigene handwerkliche und gestalterische Tätigkeit der Workshop-Teilnehmerinnen. Der Grundstock für eine weiterführende Zusammenarbeit der Kooperationspartner wurde mit diesem Projekt gelegt.

Das Modellprojekt erhielt eine Förderung vom Bundesinnenministerium in Zusammenarbeit mit dem Deutsches Museumsbund; Näheres zum Projekt siehe Blogs Alle Welt: Im Museum – InterKulturelle LernSTOFFE

Projektbroschüre S. 39 – 41 Die Textilexpertinnen



Stadtentwicklung Berlins (2014)

Die bisherige und künftige Stadtentwicklung Berlins wurde aus der Perspektive von Migrantenorganisationen – ihrer Geschichte und ihren Anliegen – sowie ihrer Mitwirkenden bei Veranstaltungen vorgestellt und dokumentiert.

Die beteiligten Vereine und Initiativen stellten bei Veranstaltungen ihre Arbeit und exemplarisch Menschen vor, die Vereins-Angebote für sich in Anspruch nahmen, sich damit persönlich weiter entwickelten und somit selber Einfluss auf die Vereinsarbeit, das Selbstverständnis, das soziale, politische und wirtschaftliche Geschehen Berlins genommen haben. Sie wurden Bodenbereiter für die Zivilgesellschaft, das Miteinander der Kulturen, des gesellschaftlichen Dialogs.

Kooperationspartner: Nachbarschaftsmuseum e.V./Berliner Plattform, Aufbruch Neukölln e.V., Ausländer mit uns e.V., Club Dialog e.V./ Jugend- und Familienzentrum Schalasch, Verein SüdostEuropa Kultur e.V./ Interkultureller Garten Rosenduft, To Spiti Interkulturelles Frauen- und Familienzentrum – Diakoniewerk Simeon/ Interkultureller Garten Perivoli. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin. – Siehe auch  „Stadtentwicklung Berlins“

sowie „Tage des Interkulturellen Dialogs“, Veranstaltung am 13. Oktober 2014



MuseobilBOX – Jugendkulturen im Museum (2014)

Jugendliche als „Forscher und Dokumentaristen in eigener Sache“ erschlossen sich Ausstellungsbereiche des Museums, das Forschen, Sammeln und Vermitteln. Ausgangspunkt bildeten Besuche der Sonder-Ausstellung „I’m not afraid of anything. Porträts junger Europäer. Fotografien von Edgar Zippel“.

Die Jugendlichen – überwiegend erst vor kurzem mit ihren Familien zugewandert – setzten sich mit ihrem gegenwärtigen Leben in Berlin, ihrem Lebensumfeld, ihrem kulturellen Erbe, Hoffnungen und Wünschen auseinander. Im Team mit MuseumspädagogInnen und KünstlerInnen wurden Fragen und Themen verfolgt, in MuseobilBOXen dokumentiert, im Museum und den Communities der Projektpartner präsentiert.

Ein Kooperationsprojekt mit dem Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin, Amaro Foro e.V., To Spiti Interkulturelles Frauen- Familienzentrum/Diakoniewerk Simeon, dem Nachbarschaftsheim Neukölln e.V. in Berlin unter der Leitung des Nachbarschaftsmuseums. – Gefördert durch das Ministerium für Bildung und Forschung/Bundesverband Museumspädagogik e.V.

Museobilbox – Jugendkulturen im Museum