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Projekt 2021: „Macht Geschichte! Perspektivenvielfalt im Dialog“

Ziel des Projekts
Das Projekt setzt sich in seinen Workshops intensiv und kritisch mit Fragen zu Rechtsterrorismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit  auseinander. Es will aber auch aufzeigen, wo lebendige Initiativen in dieser Gesellschaft sind und sich neue Horizonte für ein Miteinander in gesellschaftlicher Vielfalt aufzeigen.  Anliegen ist, die Wirkmechanismen zu verdeutlichen und mit nachhaltigen Perspektiven für Erfahrungen und Handlungsstrategien zu verbinden.
Die moderierten Workshops, die in Deutsch mit arabischer Übersetzung durchgeführt werden, finden an verschiedenen Orten in Verbindung mit unseren Kooperations- oder Netzwerkpartnern statt.

Das Projekt wird finanziell gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung, den Paritätischen Wohlfahrtsverband LV  Berlin  aus Mitteln der Stiftung  DKLB sowie der Heinrich-Böll-Stiftung.

Zu den Workshops Weiterlesen

Anmeldung Voraussetzung. Es kann coronabedingt zu zeitlichen Verschiebungen kommen. Nachfragen / Anmeldungen an:
rita.klages@gmx.de. Whats-app-Nachricht an Fadia Foda: 0176/471 606 41.

Workshop 1
Sonn
tag, 13. Juni 2021, 17 Uhr
Passionskirche, Marheinekeplatz 1, 10963 Berlin
.
Film „Schweigen ist keine Lösung“ mit anschließenden Inputs / Diskussion / thematisch vertiefenden Arbeitsgruppen. Unter Berücksichtigung
 gegenwärtiger Rechtsterrorismus-Geschehnisse und Gewaltakte im historischen und  gesellschaftspolitischen Kontext.  Mit einem Input von Nadiye Ünsal, Migrationsrat Berlin e.V. .

Zum Film:
Der Dokumentarfilm „Schweigen ist keine Lösung“ behandelt Aspekte von Flucht und Migration. Menschen, die aus ihren Herkunftsländern flüchten mussten, berichten was sie erlebt haben und was dazu führte, dass sie die Gefahren der Flucht auf sich nahmen, wie sie in Deutschland angekommen sind und wie sie sich fühlen. Hierzu wurden Interviews mit 25 Personen aus zehn verschiedenen Herkunftskulturen geführt. – Der Filmemacher Mustafa Shatta ist anwesend.

In ihrem anschließenden Input verfolgt Nadiye Ünsal, Migrationsrat Berlin e.V., die Auseinandersetzung mit der Macht von strukturellen Rassismen, Formen der Gegenstrategien, den Kampf um Gerechtigkeit und den damit verbundenen Empowerment-Prozessen. Dabei bezieht sie sich auch auf die Geschichte der Kontinuitäten rassistischer, antisemitischer und rechter Gewalt.  Im Anschluss an die Diskussion, bei der sich verschiedene Akteure mit ihren Erfahrungen und Expertisen einbringen, werden Arbeitsgruppen gebildet, um aufgeworfene Fragestellungen zu vertiefen und in einen konkreten Austausch zu kommen.

Eine Kooperationsveranstaltungmit der Asylgruppe der Heilig Kreuz-Passion Kirchengemeinde Berlin-Kreuzberg, Weltweit – der Freiwilligengruppe von Asyl in der Kirche Berlin-Brandenburg e.V., dem Migrationsrat Berlin e.V., der berliner stadtmission ev. kirche/ Begleitprogramm Learning by doing sowie weiteren lokalen Akteuren.

Hinweis: Es gelten die jeweils aktuellen Coronaverordnungen. Für die Teilnahme ist – neben den jeweils geltenden Hygiene- und Abstandsregeln – ein tagesaktueller negativer Coronatest oder eine 2fache Impfung, die mind. 2 Wochen zurück liegt, sowie das Tragen einer med. Maske  erforderlich.

Workshop 2
Sonntag, 11. Juli 2021, 14 Uhr
Stadtrundgang mit Rasha Kanjarawi (querstadtein e.V.), Stadtplanerin aus Damaskus, entlang der U-Bahn-Linie 6.
Start: vor dem Tränenpalast, Reichstagsufer 17, 10117 Berlin.
Ende: am Halleschen Tor. Mit Ausklang im Interkulturellen Garten Rosenduft (südost Europa e.V.)

Die Führungen von querstadtein e.V., angeboten von Geflüchteten, bieten einen biografischen Zugang zum Thema Flucht und Migration. Sie eröffnen – im Vergleich mit der Herkunftsregion der Geflüchteten  –  neue Sichtweisen auf Berlin und auf historische Parallelen, die Lernerfahrungen bei den Neu- und Altberliner*innen ermöglichen können. Diese besonderen Stadtführungen schaffen Raum für Austausch und Begegnung. Sie laden ein zum kollektiven Erinnern und um Stereotype zu überdenken.
Netzwerkpartner: querstadtein e.V.

Workshop 3
Sonntag, 29. August 2021, ab 12.35 Uhr in Potsdam
Besuch der Sonderausstellung Schloss Cecilienhof  „Die Neuordnung der Welt – 75 Jahre Potsdamer Konferenz“

Zum Inhalt: Die infolge der Berlin-Potsdamer Konferenz 1945  getroffenen Beschlüsse zu Grenz- und Bevölkerungsverschiebungen, die auf ethnische, religiöse, soziale, politische und kulturelle Gegebenheiten keine Rücksicht nahmen, zählen heute zu den folgenreichsten und nachhaltigsten. Diese verbinden sich für die Bevölkerung oft mit einschneidenden Krisen wie Flucht, Vertreibung und Umsiedlung. Auch für den Mittleren Osten wurden außerhalb des Protokolls Absprachen getroffen, auf die in der Ausstellung aufmerksam gemacht wird, die bis heute nachaltig Wirkung zeigen.
Die Potsdamer Konferenz wurde zur „Wiege des Kalten Krieges“, der zwar in Europa den Frieden wahrte, nicht aber außerhalb Europas. – Die Führung geschieht mit Audioguide in leichter deutscher Sprache; zusätzlich gibt es eine Einführung und ein Nachgespräch, die ins Arabische übersetzt werden.
Mit anschließendem Picknick und Exkursion im Neuen Garten.

In Kooperation mit der Stiftung Schlösser und Gärten, Potsdam.

Näheres zur Ausstellung siehe: https://www.spsg.de/aktuelles/ausstellung/potsdamer-konferenz-1945-die-neuordnung-der-welt/
Apps zur Ausstellung: https://apps.apple.com/app/id1518964159 oder https://play.google.com/store/apps/details?id=de.droidsolutions.kuldig.cecilienhof

Workshop 4:
Sonntag, 19. September 2021, 14 Uhr
an der Portalruine des Anhalter Bahnhof, 10963 Berlin

Führung durch die Openair-Ausstellung „ZU/FLUCHT“, einer kooperativen Ausstellung des künftigen Exilmuseums zu Flucht und Exil, damals wie heute, am Anhalter Bahnhof, mit anschließendem Workshop.

Nur die Portalruine erinnert heute noch an den einst grössten Bahnhof Berlins. Von hier aus reisten zwischen 1933 – 1945 unzählige von den Nationalsozialisten Verfolgte ab. Die Ausstellung stellt das Museumsvorhaben und seine thematischen Schwerpunkte vor. Sie erzählt von den Flüchtenden damals, schlägt aber ebenso wie das künftige Exilmuseum eine Brücke in die Gegenwart. Siehe www.zuflucht.org; www.stiftung-exilmuseum.berlin

In einem anschließenden Workshop werden persönliche Erfahrungprozesse der Teilnehmenden in Verbindung mit Fluchtumständen und dem Ankommen in Deutschland reflektiert. Es werden Erwartungen an ein Exilmuseum zusammengetragen.- Mit einem Ausklang im Interkulturellen Garten Rosenduft (Träger: südost Europa Kultur e.V.)  im Park am Gleisdreieck.

Workshop 5
Freitag, 24. September 2021, 17 Uhr
„Soziale Arbeit
als Menschenrechtsprofession“
Nachbarschaftshaus Urbanstraße e,V., Urbanstr. 21, 10961 Berlin

Ein Workshop mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V. in Verbindung mit einer Exkursion zum Nachbarschaftsgarten in der Züllichauer/Ecke Golßener Straße (Nahe U 7,  U-Bahnhof Südstern)

Wie kann politische Bildung im lebensweltlichen Kontext Gegengewichte in der Auseinandersetzung mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Vergangenheit  und Gegenwart ermöglichen? Welche Gegengewichte gegen Rechtsterrorismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit können hier durch ein gesellschaftliches Miteinander entstehen?

Das Nachbarschaftshaus Urbanstraße bekennt sich explizit zur sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession. Bahar Sanli,  Mitarbeiterin des Hauses, wird exemplarisch erläutern, wie sich eine Verbindung zu den genannten Themen und den Lebenswelten der Menschen, die das Haus und seine Angebote wahrnehmen und mitgestalten, entwickeln lässt.

Mit anschließender Tour zu Orten, die die Vielfalt der Religionen und Gemeinden widerspiegeln. Diese endet im Nachbarschaftsgarten des Nachbarschaftshauses in der Züllichauer/Ecke Golßener Straße. Neben dem Gartenprojekt wird das Projekt „Cooking with friends“ des Mehrgenerationenhauses Gneisenaustraße, das zum Nachbarschaftshaus gehört,  vorgestellt.

Kooperationspartner: Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V. mit dem Mehrgenerationenhaus Gneisenaustr. 12

Workshop 6
Sonntag, 3. Oktober 2021, 13 Uhr, Genslerstraße 66, 13055 Berlin

Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen,
Histories2gether. Ein Tandemseminar

Zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
(siehe auch http://histories2gether.de/ oder https://www.stiftung-hsh.de/bildung/histories2gether/)

In der zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit waren bis Ende 1989 tausende politische Gefangene inhaftiert. An diesem Ort hat die Stasi insbesondere Oppositionelle, Republikflüchtige sowie Ausreisewillige kriminalisiert, isoliert, verhört und psychisch unter Druck gesetzt. Die Gedenkstätte klärt über diese Menschenrechtsverletzungen des Ministeriums für Staatssicherheit, das System der politischen Justiz in der Deutschen Demokratischen Republik und die Wirkungsweise der SED-Diktatur auf.

„Histories2gether“ nennen sich die Tandemseminare, in denen ehemalige politische Gefangene der DDR und ein aktuell Geflüchteter über Haftorte, die Biografien politisch Verfolgter,  die Lebensumstände unter den Bedingungen autoritärer und diktatorischer Regimes der Gegenwart oder über Fluchtumstände und dem „Leben danach“ berichten. Im Dialog erschließen sich persönliche Biografien zu einer Kollektiverfahrung, indem sie in einen gesellschaftspolitischen Kontext – wie z. B. den Folgen des „Kalten Krieges“ –  eingebettet werden. Privates und Politisches werden  hautnah vermittelt und werfen neue Verständnisfragen auch zu gegenwärtigen Ereignissen sowie auch  zur jeweiligen Erinnerungskultur auf.

In Kooperation mit unserem Netzwerkpartner Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Workshop 7 : ausgebucht!
Dienstag, 16. November, 16.30 h
Diversität in der Arbeitswelt.
TeachCom Edutainment gGmbH (TCE)
Gebäude 3 (Backsteinhaus), 2. Etage, Raum 2
Großbeerenstraße 2-10 | 12107 Berlin / Ecke Lankwitzer Straße

www.teachcom-edutainment.de; Kontakt: Guido Monreal, Tel. 0176 34 41 29 50

Leitfragen des Workshops Diversität in der Arbeitswelt:
Was ist die Initiative „Netzwerk mit Courage – Gegen Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung!“ des Unternehmensnetzwerks Großbeerenstraße und vor welchem Hintergrund ist sie entstanden?  Wie wollen sie Rassismus begegnen und in welcher gesamtgesellschaftlichen Verantwortung sehen sich die Unternehmen? Wie lassen sich Voraussetzungen für eine „Integration durch Arbeit“ gestalten? Welche Chancen, Erfahrungswelten und Netzwerke tun sich für Geflüchtete auf?

Das Unternehmensnetzwerk Großbeerenstraße (NG) (https://www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de/) ist ein Zusammenschluss von aktuell 55 kleinen und mittelgroßen Berliner Unternehmen. Die TeachCom Edutainment gGmbH (TCE) entwickelt Strategien zur innovativen Aus- und Weiterbildung und setzt diese als Projektträger um. Sie ist Gründungsmitglied des NG und dort im Vorstand sowie mehreren Arbeitskreisen aktiv. Seit 2013 beziehen die Unternehmen des NG mit ihrer Initiative „Netzwerk mit Courage – Gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung!“ klar Position gegen jede Form von Rassismus, für ein demokratisches Miteinander und für die Europäische Idee. Das NG-Projekt ARRIVO BERLIN RingPraktikum vermittelt gezielt Praktikanten, Auszubildende und Fachkräfte mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt. Mit seinem Projekt BidZ  – Berufsintegration durch Zusammenarbeit (https://www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de/projekte/bidz) unterstützt das NG die Entwicklung einer diversitätsoffenen Gesellschaft.

Mitarbeitende der Projekte geben uns exemplarisch Einblick in ihre Praxis und zeigen Wege für den Einstieg in den Arbeitsmarkt auf. Das Begleitprogramm „Learning by doing“, Berliner Stadtmission, bringt sich mit eigenen Erfahrungen und Expertisen ein. – Es wird deutsch-arabisch übersetzt.

Anschließend führen wir ein kurzes Projekt-Auswertungsgespräch.

Kooperationspartner: TeachCom Edutainment gGmbH, Begleitprogramm „Learning by doing“, Berliner Stadtmission

Hinweis für den Workshop: Wir sind ausgebucht!
Es gelten die aktuellen 2 G-Coronaregelungen:  Geimpft oder Genesen. Maskenpflicht.

Nachfragen: rita.klages@gmx.de; 030/693 56 76; 0163/997 43 74;  Whatsapp: Fadia Foda 0176/471 606 41.

 



2020: Projekt „Empowering: Begegnen – Lernen – Partizipieren“

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Realisierung von Bildungsangeboten für eine Gruppe von Neu- und Altberliner*innen. Persönliche Erfahrungen und Anliegen der Mitwirkenden werden im gesellschaftspolitischen Kontext aufgezeigt und Möglichkeiten demokratischer gesellschaftlicher Teilhabe in Workshops aufgezeigt. Persönliches und Politisches werden aufeinander bezogen, Handlungs- und Wirkungspotenziale ermittelt, die dazu ermutigen, neue Aktionsfelder zu erfahren, Bündnispartner für eigene Anliegen zu finden und den „langen Atem der Geschichte der Demokratieentwicklung“ bis in die Gegenwartsgesellschaft nachzuvollziehen.

In der Zeit von Februar bis November 2020 werden hierzu vom Nachbarschaftsmuseum e.V. fünf Workshops an verschiedenen Orten  durchgeführt. Es wird jeweils deutsch-arabisch übersetzt.

Die Kooperationspartner
: Verein südost Europa Kultur e.V., Flüchtlingskirche in Kreuzberg, Technische Universität Berlin (TUB; politische Bildung). –  Netzwerkpartner: Give something back to Berlin e.V., Willkommensbündnis Wandlitz,  Evangelische Kirchengemeinde Basdorf Zühlsdorf Wandlitz, Verein Freunde des syrischen Volks e.V.,

Das Projekt wird finanziell gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung. sowie aus  Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, LV Berlin.

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Näheres zu den Workshops:
Workshop am Sonntag, 23. Februar 2020, 14 Uhr
Zum Umgang mit Diskriminierungserfahrungen

Ein Empowerment-Workshop mit Trainerinnen von Inssan e.V. .
Veranstaltungsort: Verein südost Europa Kultur, Großbeerenstr. 88, II., 10963 Berlin

Zum Inhalt:
Mit interaktiven Methoden werden die unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen der Teilnehmenden zur Sprache gebracht, reflektiert und Handlungsmöglichkeiten  entwickelt. Das Bewusstsein für Rassismus und Diskriminierung, Machtverhältnisse und eigene Rechte Betroffener soll dadurch geschärft, zum strategischen  Handeln und zum Zusammenhalt ermutigt  werden.

Workshop am Mittwoch 1. Juli 2020,  17.30 Uhr
Veranstaltungsort:
Refugio, Lenaustr.  3 -4  (Hof; durch das Café), 12047 Berlin
(U-Bhf. Hermannplatz; Linie U 7/8)

Zum Inhalt:
Nach einer Corona-bedingten Pause laden wir ein, die Arbeit des Vereins Give something back to Berlin e.V. (GSBTB), der im Refugio seinen  Sitz hat, kennenzulernen. GSBTB (https://gsbtb.org/#!/ versteht sich als Integrations-Plattform, die das bürgerschaftliche Engagement und die gesellschaftliche Partizipation von Wahlberliner*innen verschiedener Kulturen, Geflüchteten und Altberliner*innen durch vielfältige Angebote ermöglicht. GSBTB bietet z. B. Netzwerk-Veranstaltungen für das gegenseitige Kennenlernen und das Vorstellen von Initiativen, ein kostenloses Sprachcafé, eine Globale Küche sowie eine kostenlose Musikschule an. Friedemann Bumblies gibt Einblick in aktuelle Angebote und erläutert das Konzept des Refugio.
Nafee Kurdi von querstadtein e.V., deren Büro im Refugio ist, berichtet über seine Arbeit als Stadtführer in Berlin (siehe https://querstadtein.org/stadtfuehrungen/berlin/migrationsgeschichten/).

Anschließend wollten wir mit den Teilnehmer*innen über den Umgang mit dem Coronavirus sprechen:  Was hat es mit uns gemacht und mit welchen neuen Erfahrungen verbindet sich dies?
Die Teilnehmer*innenanzahl ist begrenzt .

Workshop am Sonntag 16. August 2020, 13.30 Uhr
mit  „Runder Tisch willkommen“ in Wandlitz
Ort: Gemeindehaus (Garten)
Evang. Kirchengemeinden Basdorf – Wandlitz – Zühlsdorf
Breitscheidtstr. 20, 16348 Wandlitz (
nahe Bahnhof Wandlitz, RB 27)
unter Mitwirkung des Bürgerrechtlers Mathis 0berhof, des Pfarrers Ludewig/ Evang. Kirchengemeinden Basdorf – Wandlitz –  Zühlsdorf,  dem Syrer  Walid Habash und Frau KIckel-Andrae, Sprecherin des „Runden Tisches Willkommen“.

Zum Inhalt:
Im Jahre 2013, hervorgerufen durch eine breite Ablehnungsfront ggü.  einer geplanten Gemeinschaftseinrichtung für Menschen mit Fluchterfahrung in Wandlitz, entwickelte sich infolge der Initiative verschiedener Akteur*innen eine Welle der Solidarität, die mit der Willkommensinitiative  Wandlitz bis in die Gegenwart eine Wirkungskraft entfaltet. Der Workshop in Wandlitz soll aufzeigen, mit welchen Chancen für das Zusammenleben sich das für die Gegenwart und für die Zukunft verbindet und gesellschaftliche Wandlungsprozesse aufzeigen.
(siehe https://willkommeninwandlitz.wordpress.com/wer-wir-sind-was-wir-tun-was-sie-tun-konnen/)
Vertreterinnen des PAWLO  Panafrikanische Frauenorganisation e.V. mit Sitz in Potsdam werden den Workshop in Wandlitz begleiten, um ihre Expertise und  Erfahrungen in einen Austausch zu bringen.  Eine anschließende geführte Exkursion zum Wandlitzsee ermöglicht biografische Gespräche mit einzelnen Protagonist*innen mit anschließendem Picknick am See.
– Begrenzte Teilnehmer*innenzahl –

Workshop am Montag, 7. September 2020, 17.30 h
Interkultureller Garten Rosenduft
im Park am Gleisdreieck (U/S-Bahnhof Yorckstraße)

Zum Inhalt
Der Workshop mit Dr. Usahma Darrah (Vorstandsmitglied des VDSH Verband deutsch-syrischer Hilfsvereine e.V.) vom Verein Freunde des syrischen Volks e.V. zeigt Möglichkeiten der Selbstorganisation engagierten Handelns im Spannungsfeld zwischen Herkunftsland Syrien und Aufnahmeland BRD auf. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der aktuellen Entwicklung in Syrien und der Bundesrepublik Deutschland seit der Nachkriegszeit, die Entwicklung der Menschenrechte, ihrer aktuellen Gegenkräfte und die Mühsal des Aufbaus solidarischer Strukturen werden im Workshop dargestellt und miteinander ausgelotet. Vertreter*innen verschiedener Initiativen sind eingeladen, ihre Expertise und ihre Erfahrungen einzubringen.

Zum Ort
Der Workshop findet im Interkulturellen Garten Rosenduft des Vereins südost Europa Kultur e.V. statt. Er wurde von einer Gruppe traumatisierter Kriegsflüchtlinge aus Bosnien ins Leben gerufen und ist mittlerweile selber ein Integrationsort für die Nachbarschaft und für Menschen verschiedener Generationen und Kulturen geworden.

Live-Stream-Veranstaltung am Dienstag, 10. November 2020, 17.45 Uhr
„Schweigen ist keine Lösung“
Filmvorführung  mit Diskussion und Inputs im Rahmen einer Zoom-Konferenz

Der Dokumentarfilm „Schweigen ist keine Lösung“ behandelt Aspekte von Flucht und Migration. Menschen, die aus ihren Herkunftsländern flüchten mussten, berichten was sie erlebt haben und was dazu führte, dass sie die Gefahren der Flucht auf sich nahmen, wie sie in Deutschland angekommen sind und wie sie sich fühlen. Hierzu wurden Interviews mit 25 Personen aus zehn verschiedenen Herkunftskulturen geführt. –  Eine Produktion von Mustafa Shatta und Malte Overhage.

Zur Veranstaltung:
Zur Einführung in den Film erläutert Mustafa Shatta, wie es zu dem Film kam und was er mit seiner persönlichen Geschichte zu tun hat.  Mit einem begleitenden Zuruf von Prof. Dr. Christine Kulke, Nachbarschaftsmuseum e.V.  zum Thema  „Zivilgesellschaftliches Handeln ermutigen. Chancen, Kraft, Potenziale und  Verletzbarkeit von Zivilgesellschaft.“  Der Filmvorführung (45 min) schließen  sich weitere Gespräche mit den zugeschalteten Teilnehmenden an.
Es wird auf einem Sonderkanal, der eingerichtet ist, deutsch-arabisch übersetzt.

Der Einlass zur Zoom-Konferenz ist ab 17.30 Uhr.
Voraussichtliches Ende: 19.45 Uhr.
Es besteht die Möglichkeit, sich auch später einzuschalten. Der Link zur Zoom-Konferenz wird nach Anmeldung, spätestens am 9. November, zugeschickt. Die Teilnehmerzahl ist unbegrenzt.

Technischer Hinweis: Für Smartphones ist das Herunterladen  der Zoom-app erforderlich, um an der Konferenz teilnehmen zu können. Für Laptops/ Computer genügt der erhaltene Link zum Einloggen.

Hinweis: Der ursprünglich geplante Veranstaltungsort  Berliner Landeszentrale für politische Bildung wurde aufgrund der Corona-Verordnungen abgesagt. .

Anmeldungen bis 7. November 2020 bitte an:
Rita Klages; rita.klages@gmx.de oder  030/693 56 76; 0163/987 43 74
Fadia Foda (Whatsapp)  0176/471 606 41



2019: Projekt „Menschenrechte – Demokratie – Gemeinsam gestalten“

Wie sehen gelebte Menschenrechte in einer Demokratie aus? Wie gestaltet sich die Zivilgesellschaft?

In moderierten Workshops  wird die Frage verfolgt, wie sich die Menschenrechte auch im globalen Zusammenhang entwickelten. Es wird ein Bogenschlag zur hiesigen Gesellschaft im gesellschaftspolitischen Kontext, den Entstehungsbedingungen gelebter Menschenrechte in der Bundesrepublik  und zu den gesellschaftlichen Prozessen in einer Demokratie hergestellt.
Die Workshops verbinden sich mit Museumsbesuchen sowie Gesprächen mit lokalen Akteuren  aus der Zivilgesellschaft, deren Engagement sich aus dem Selbstverständnis  gelebter Demokratie und Menschenrechte ableitet. Die Erfahrungen der Projektteilnehmer*innen werden einbezogen.

Zielgruppe des Projekts sind geflüchtete Neu- und  ansässige Altberliner*innen unterschiedlicher kultureller Wurzeln und Lebenshintergründe. Es wird deutsch-arabisch übersetzt.

Der Verein Nachbarschaftsmuseum e.V. versteht das Projekt als ein „Work in Progress“.
Aus den Workshops heraus entstehen neue Fragestellungen, Kontakte und Engagementbereiche, die in den Projektverlauf integriert werden.

Kooperationspartner des Projekts
Flüchtlingskirche in Kreuzberg, Media Residents. Netzwerk für Menschen mit Publikationshintergrund, südost Europa Kultur e.V., Bunte Liga Berlin e.V., Technische Universität Berlin (TUB/politische Bildung) – Netzwerkpartner: Verband deutsch-syrischer Hilfsvereine (vdsh e.V.).

Wir danken der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (GDW) sowie dem Deutschen Historischen Museum (DHM) für die kostenfreien Führungen durch ihre Ausstellungen.

Das Projekt wird finanziell gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und die Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin.
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Die durchgeführten Workshops bzw. Zusatzangebote

Einladung der Flüchtlingskirche zum  „Warming up“
International Dinner
Dienstag, 26. Februar 2019, 18 – ca. 20 Uhr
Wassertorstr. 21 a (Hof), 10969 Berlin

Nach dem Esssen:  Vorstellung des aktuellen Projekts sowie Gespräche mit den Projektteilnehmer*innen

Workshop am
Donnerstag, 7. März um 16.30 – 20.30 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstr. 13 – 14, 10785 Berlin

Zum Inhalt:
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand will zeigen, wie sich einzelne Menschen und Gruppen in den Jahren 1933 bis 1945 gegen die nationalsozialistische Diktatur in Deutschland gewehrt und ihre Handlungsspielräume genutzt haben.

In der dort gezeigten Ausstellung lernen wir einzelne Biographien von Menschen aus dem Widerstand kennen. Wie war ihr Verständnis von Menschenrechten und Demokratie und was bewegte ihr Handeln? Wie haben sie sich organisiert und welche Widerstandsformen gab es? – Anschließendes Gespräch mit der Bildungsreferentin der GDW.

Samstag, 13. April 2019, 14.30 – 18.30 Uhr
Deutsches Historisches Museum
Ausstellung „Demokratie-Labor“
Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Mit anschließendem Workshop in der Kantine des benachbarten Gorki-Theaters, Dorotheenstr. 92

Zum Inhalt:
Demokratie lebt von Vielfalt. Das Demokratie-Labor will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass diese Regierungsform von der Partizipation und dem Engagement aller lebt. In sieben Themenräumen wird zur kritischen Reflexion angeregt, wie Demokratie in Deutschland gelingt und auch gelingen kann.-  In Verbindung mit einer Führung durch die Ausstellung.

Über den Zusammenhang von gelebter Demokratie, Grundgesetz und Menschenrechten konnten wir anschließend mit  Prof. Dr. Susanne Zeller, Hochschule Erfurt und Nachbarschaftsmuseum e.V. , ins Gespräch kommen. Sie führte zuvor in die Entwicklung der Menschenrechtsinstrumente in Europa, ihre sozialethischen und philosophischen Voraussetzungen, beginnend mit der Antike, ein.

Zusätzliche Veranstaltungen außerhalb des Projekts:
Im Rahmen des Bürgerforschungsprojekts   „Forschungsfall Nachtigall“  (https://forschungsfallnachtigall.de) des Berliner Museum für Naturkunde, an der sich eine Gruppe von Neu- und Altberliner*innen unserer Projekts aktiv beteiigte (siehe Projektbeispiel 2018), machen wir auf folgende Veranstaltung aufmerksam:

NachtiGala 2019
Freitag, 26. April 2019, 19 – 22.30 Uhr
Museum für Naturkunde
Invalidenstr. 43, 10115 Berlin

Samstag, 3. August 2019, 11 – 19 Uhr
Potsdam-Exkursion in Kooperation mit „Über den Tellerrand e.V.“

Der Ausflug zum Erntehof Neumann verbindet sich mit einem Gespräch mit dem Inhaber Herrn Neumann, der Kriegs-, Nachkriegs- und die Wendezeit in Potsdam erlebte. Aus unterschiedlichen Lebensperspektiven heraus berichtet er über prägende Lebensumstände und die seiner Familie, die aus vielen Neuanfängen bestand, und welche Werte ihn stets begleiteten.
Nach dem Gespräch kann in den Feldern Obst gepflückt werden und es wird ein gemeinsames Picknick zubereitet.

Um ca. 16 Uhr geht’s zur Glienicker Brücke. Gerd  und Matthias aus der Projektgruppe, die in Potsdam geboren sind,  erläutern verschiedene geschichtliche Phasen  zur Glienicker Brücke, die eine große historische Bedeutung hat. Hier verlief früher die Grenze zwischen der ehemaligen DDR und Westberlin. Die Brücke wird assoziiert mit dem „Kalten Krieg“, der Konfrontation zwischen Ost und West, und vielem mehr. Beide werden uns über ihre Erinnerungen erzählen, die einsetzen mit der Zeit des II. Weltkriegs, dem Mauerbau und dem Leben in Ost- und Westdeutschland.

Fortsetzung der Workshops:

Donnerstag, 20. Juni 2019, 17.00 Uhr bei
Media Residents
FMP1 / Verlagsgebäude „Neues Deutschland“
Franz-Mehring-Platz 1 (parterre links)
10243 Berlin-Friedrichshain

Zum Inhalt:
Media Residents. Netzwerk für Menschen mit Publikationshintergrund
Media Residents bietet als Schnittstelle zwischen Initiativen, Medien und Unter-nehmen Einsteigern und Profis einen Coworking Space, technisches Equipment, sowie Workshops und regelmäßige Events (siehe https://media-residents.de/). Die Initiative zeigt Wege der Auseinandersetzungen mit Fragen der Zeit- sowie Gegenwartsgeschichte mit dem Ziel gesamtgesellschaftlicher Teilhabe und Akzeptanz für alle Mitglieder der Gesellschaft.
2019 führt Media Residents das Projekt 70 Jahre Grundgesetz: In guter Gesellschaft. In bester Verfassung.“ durch. Wir lernen Projekte von Media Residents (so auch das WelcomeCamp
am 29. Juni 2019 zum Thema 70 Jahre Grundgesetz) kennen.
Anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2019 behandelt unser Workshop Fragen zu Chancen und Risiken der Digitalisierung auf den Fluchtrouten in Verbindung mit einer interaktiven künstlerischen Projektpräsentation.

Donnerstag, 8. August 2019, 18 Uhr

Workshop mit Dr. Usahma Felix Darrah, Vorstandsvorsitzender, Verband deutsch-syrischer Hilfsvereine e.V. (VDSH e.V.), im
Interkulturellen Garten Rosenduft im Park am Gleisdreieck, 10963 Berlin

Zum Inhalt:

Der VDSH e.V., im Jahre 2013 von deutsch-syrischen Vereinen gegründet, ist ein bundesweiter Dachverband und besteht aktuell aus 23 Vereinen (siehe https://verband-dsh.de/ueber-uns/).
“Der Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine bezeugt das Recht auf Freiheit und Würde des Menschen, fördert Demokratie und die Menschenrechte, beteiligt sich am Aufbau einer Zivilgesellschaft in Syrien, beteiligt sich am Wiederaufbau des Landes, setzt sich ein für die Gleichstellung der Frau, und fördert im Land Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten.”
Entnommen der Satzung des VDSH.

Dr. Darrah gibt uns Einblick in  die Arbeit des Vereins. Die Wahrnehmung und Durchsetzung von Demokratie und Menschenrechten nehmen dabei eine zentrale Rolle ein.
Wie sich das in der Praxis – auch bezogen auf die Situation von Geflüchteten –  auf nationaler und internationaler Ebene umsetzen lässt und wie sich dies mit seiner eigenen Berufsbiografie und persönlichen Anliegen verbindet, wird Gegenstand des Workshops sein.

Wir haben hier die Gelegenheit, an vorangegangene Workshops anzuknüpfen und  freuen uns auf einen lebendigen Austausch.

Abschließender Workshop am

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 18 Uhr bei
südost Europa Kultur e.V.
Großbeerenstr. 88 (II. Etage)
10963 Berlin

Zum Inhalt
Was bewegt Berliner ehrenamtlich Engagierte zum Handeln im Flüchtlingsbereich?
Welche Rolle spielen dabei historische Ereignisse, Familientraditionen, die Bürgerbewegungen seit der Nachkriegszeit? Wie lässt sich die heutige Zivilgesellschaft anhand einzelner persönlicher Geschichten nachvollziehen? Wie leben sich Begriffe wie Freiheit, Gerechtigkeit, Verantwortung, Chancengleichheit und Selbstbestimmtheit? Was lehren diese Erfahrungen auch für die Zukunft? Der Workshop schließt an vorangegangene Workshops an.

Unsere Gesprächspartner*innen:  Marita Leßny, Erzieherin,  tätig für die  Heilig Kreuz Passion. Sie begleitet und koordiniert eine Gruppe Geflüchteter im Rosa Haus,  Schule auf dem Friedhof am Südstern. Dazu zählen die Ausbildungsbegleitung, Sprachkurse sowie kulturelle Aktivitäten (https://www.heiligkreuzpassion.de/soziales/fluechtlinge). Christiane Moering-Haiges, Schauspielerin, seit 2013 engagiert in der Neuen Nachbarschaft in Moabit (www.neuenachbarschaft.de). Mit seinem Programm schafft der Verein eine soziale und künstlerische Plattform zum Austausch, Lernen und Engagieren für die Nachbarschaft aus der ganzen Welt. Richard Sommer, Wirtschaftsingenieur, seit 6 Jahren engagiert in der Neuen Nachbarschaft sowie bei Ingenieure ohne Grenzen (https://ingenieure-ohne-grenzen.org/de/berlin). Seit 2016 werden in Berlin u.a. Workshops für Geflüchtete mit technischen Interessen angeboten. – Unter Einbeziehung der persönlichen Erfahrungen der Projektteilnehmer*innen.

 



2018: Projekt „Perspektivenvielfalt im Dialog des Zusammenlebens“

In Teams aus geflüchteten Neu- und AltberlinerInnen unterschiedlicher kultureller Wurzeln und Lebenshintergründe setzt sich das Projekt aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte und Gegenwart Berlins auseinander. Im Sinne eines Selbst-Empowerments werden Themen aufgegriffen, die eine Brücke schlagen zwischen den Lebensumständen Geflüchteter heute und vorhandenen sozialen und kulturellen Initiativen. Dazu werden vier Workshops angeboten, zu denen auch Führungen durch die aufgesuchten Einrichtungen gehören.

Die Kooperationspartner dieses Projekts: Naturkundemuseum Berlin, Bunte Liga Berlin e.V.,  arabische Bibliothek Baynetna, Flüchtlingskirche in Kreuzberg, südost Europa Kultur e.V., Technische Universität Berlin (TUB): Fachliche Beratung und Begleitung durch eine Vertreterin der politischen Bildung. Netzwerkpartner:Sportbunt im Landessportbund Berlin e.V., ZLB Zentral- und  Landesbibliothek Berlin.

Das Projekt wird gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und die Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin.

Zu den Workshops: Weiterlesen

Workshop am Sonntag, 30. September 2018
Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43
10115 Berlin
Ansprechpartnerin ist Frau Dr. Voigt-Heucke.

Zum Inhalt:
Das Museum für Naturkunde ist das größte Naturkundemuseum in Deutschland. Es versteht sich als integriertes Forschungsmuseum. Zu seinen Forschungsbereichen gehören die Evolution und die Bio-Diversitätsforschung. Anliegen des Museums ist die Öffnung in die ganze Gesellschaft und das Ausprobieren neuer Formate durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen. – Das Projekt ist eingeladen, sich am Bürgerforschungsprojekt „Forschungsfall Nachtigall“ zu beteiligen und bei einer Führung hinter die Kulissen des Museums zu schauen.
Als Zugvogel hat die Nachtigall ihr Brutgebiet in Europa und im Vorderen Orient, wo sie ihre kulturellen Spuren hinterlassen hat. Es werden Ideen für einen kulturellen Vergleich der Nachtigall und ihres Gesanges zusammengetragen; die Ideen und Erfahrungen der ProjektteilnehmerInnen sind gefragt. Siehe https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/forschung/forschungsbereiche/digitale-welt-und-informationswissenschaft/forschungsfall-nachtigall

Workshop „Sport als Integrationsfaktor“

Samstag, 6. Oktober 2018
Bunte Liga Berlin e.V.
Ort: Fritz-Reuter-Schule Prendener Str. 29  13059 Berlin  (Sportanlagen)
Ansprechpartner ist Herr Volkmar Lucius

Zum Inhalt:
Die Bunte Liga Berlin e.V. , vor 15 Jahren  gegründet, führt 400 Sportbegeisterte unterschiedlichster Nationalitäten, die in ganz Berlin organisiert sind, zum Fußballspielen zusammen. Die Bunte Liga Berlin versteht sich für Menschen mit Zeitmangel als Alternative zum Vereinssport; die Mitglieder organisieren sich selber und es gibt keine Hierarchien.
Am 6. Oktober kommen die Teams, zu denen auch Frauen zählen,  zum Turnierspiel auf dem Sportplatz der Fritz-Reuter-Schule in Hohenschönhausen zusammen. Sie werden von ihren FreundInnen und Familien begleitet. – Es gibt die Gelegenheit, mit dem Gründungsmitglied Volkmar Lucius, der in diesem Jahr für sein ehrenamtliches Engagement mit der Berliner Ehrennadel ausgezeichnet wurde und den Teams ins Gespräch zu kommen. Wie gelebte Integration durch Sport aussieht und mit welchen persönlichen Erfahrungen sich dies verbindet, erzählen die Mitwirkenden.

Mohammed EL Ouahhabi vom Landessportbund Berlin/ Team SPORTBUNT ist beratend und initiierend für Sportvereine tätig, die sich interkulturell öffnen wollen.
Er begleitet auch Geflüchtete, die sich sportlich in Vereinen qualifizieren wollen und
damit eine Berufsperspektive für sich verfolgen. Wie dies praktisch aussieht sowie Möglichkeiten des Bundesfreiwilligendienstes werden von ihm aufgezeigt.  Zum Aspekt „Muslimische Frauen und Sport“ wird er über seine Erfahrungen erzählen. Näheres siehe https://sportbunt.de/das-projekt/das-team/ sowie https://sportbunt.de/

Workshop am Sonntag, 4. November 2018
Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43
10115 Berlin
Ansprechpartnerin ist Dr. Silke Voigt-Heucke.

Zum Inhalt:
Erste Einblicke in Ausstellungsbereiche des Naturkundemuseums sowie das Bürgerforschungsprojekt „Forschungsfall Nachtigall“ erhielten die TeilnehmerInnen  beim Workshop am 30. September.  Am 4. November stellen sich weitere Kolleginnen des Teams „Forschungsfall Nachtigall“ mit ihren jeweiligen Arbeitsbereichen vor. Ein Paläontologe, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Naturkundemuseum arbeitet, erzählt exemplarisch von seiner Berufsbiografie. Ihn führte sein Weg als palästinensischer Flüchtling bis nach Berlin.

Bei einem Worldcafé wird erörtert, wie dem Einfluss des Nachtigallgesanges in der Literatur, in der Musik und beim Gesang nachgeforscht werden kann und wie sich dieses Wissen in Zusammenarbeit mit dem Museum umsetzen ließe. – Auf weitere Einladungen des Museums wird hingewiesen.
In Anschluß daran lädt das Museum zu einem Ausstellungsbesuch ein.

Workshop am Samstag, 17. November 2018
arabische Bibliothk Baynetna  sowie Zentral- und  Landesbibliothek Berlin (ZLB)
Breite Str. 36
10178  Berlin
Ansprechpartnerin ist Frau Lea Hartung

Zum Inhalt:
Die arabische Bibliothek Baynetna ist seit 2018 bei der ZLB angesiedelt. Baynetna wurde 2017 von Geflüchteten und StudentInnen aus dem arabischsprachigen Kulturraum gegründet. Sie verstehen sich in erster Linie als Kulturschaffende, die nicht auf ihre Flucht reduziert werden wollen. Zum Bestand der Bibliothek zählen u. a. arabische Literatur, aktuelle Sachbücher, arabische Übersetzungen von europäischen Klassikern, deutsche und englische Übersetzungen von arabischen Werken sowie Kinderbücher. Es werden auch Workshops für Übersetzer sowie Kulturveranstaltungen angeboten. Mehr https://www.fann-mag.com/de/leben/baynatna-arabische-bibliothek-berlin/ siehe http://baynatna.de/

Lea Hartung von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) gibt uns Einblick in die Community-orientierten Angebote der ZLB. Sie erklärt uns sodann die Bestände der Bibliothek incl. Bücher, e-books, Filme, Musik, Streams und wie man sich z. B. arabischsprachige Literatur  und Medien ausleihen kann. Wer will, kann sich von der ZLB einen Ausweis für den Leihverkehr ausstellen lassen, der für Geflüchtete kostenlos ist. Siehe auch: https://www.voebb.de/download/Uebersicht_Sprachen.pdf



2018: Projekt „Erfahren, verstehen, gestalten – für eine gemeinsame Zukunft in Berlin“

Das Projekt versteht sich in Fortsetzung zu dem gleichlautenden Projekt aus dem Jahr 2017. Es richtet sich an Geflüchtete und will sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte und Gegenwart Berlins auseinandersetzen.

Es wird finanziell gefördert durch TOTAL Deutschland GmbH und ist im Rahmen einer Co-Finanzierung  mit dem Projekt „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“ verbunden;  siehe Projektbeschreibung. Mit Hilfe der Förderung  können inhaltlich vertiefende Zusatz-Angebote im Sinne eines „work in progress“ durchgeführt werden  (siehe unter Projektbeispiele unten).

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Durch das Kennenlernen der deutschen Geschichte können Vergleiche zu eigenen gesellschaftlich relevanten Erfahrungen der Geflüchteten hergestellt werden. Es werden Themen aufgegriffen, die eine Brücke zwischen den Lebensumständen Geflüchteter heute und vorhandenen sozialen Initiativen schlagen, die Andockmöglichkeiten für das „Ankommen und Bleiben in Berlin“, also eigene Engagements, das Verfolgen beruflicher Ziele (incl. Erwerben von Sprach- und Kommunikationskompetenzen, Selbstorganisation), zum Thema Leben und Wohnen in Berlin, das Zurechtfinden in nachbarschaftlichen Netzwerken, im Fokus haben.

Langfristig verfolgt das Projekt das Ziel, durch das Dokumentieren und Präsentieren relevanter biografischer Erfahrungen der Geflüchteten (unter Einbeziehung der Projektmitwirkenden, die über langjährig zurückliegende Fluchterfahrungen verfügen), ihnen über den Kulturbereich Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation – z. B. bei Ausstellungen und Veranstaltungen – zu verschaffen.

Weiter zu den Workshops:
Siehe auch Projekt „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Workshop in Verbindung einer sommerlichen Exkursion nach Potsdam
Sonntag, 29. Juli 2018, 13 Uhr,  Römische Bäder (Museum)
Park Sanssouci, 14471 Potsdam
(https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/roemische-baeder-im-park-sanssouci/)

Was erwartet uns?
Durch den Besuch der Römischen Bäder mit seiner Ausstellung „Tischlein deck dich“ und
der historischen Parkanlage Sanssouci  lernen wir das Leben in Preußen (heute Land Brandenburg), dessen Hauptstadt Potsdam war bzw. ist, kennen. Kinder haben die Möglichkeit, sich in der Ausstellung spielerisch damit auseinander zu setzen.  Ein Museumsmitarbeiter wird uns nach der Führung über die Geschichte Potsdams nach Kriegsende 1945 am Beispiel des Cecilienhofes erzählen. – Danach gibt es ein Picknick an den Römischen Bädern. Wir bitten, Essen und Getränke mitzubringen.

Im Anschluss daran wird ein geführter Spaziergang durch die Parkanlage angeboten, um Näheres über die Historie von Sanssouci zu erfahren. Potsdamer Migrantenorganisationen sind gebeten, uns bei der Exkursion zu besuchen und über ihr Leben in Potsdam zu erzählen.

Die Exkursion will Voraussetzungen schaffen, auch nach dem Besuch der Parkanlage  mit seinen Museen den eigenständigen Besuch der Teilnehmenden  zu ermöglichen. Zu kommenden Veranstaltungen wird nach der Exkursion verwiesen; enstprechende Absprachen mit dem Museumsstab von Sanssouci sind getroffen.

Sommer-Workshop Mittwoch, 8. August 2018,

12.30 h Besuch der MORUS 14
Morusstr. 14, 12053 Berlin-Neukölln, sowie

15 – 16 Uhr Zirkus Cabuwazi
Columbiadamm 84, 10965 Berlin-Tempelhof

Was erwartet uns?
Zum Thema „Zur Relevanz von Wohnen und Nachbarschaft in der Einwanderungsgesellschaft“ machen wir mit interessanten Nachbarschaftsinitiativen bekannt, die in der Umgebung der Tempohomes am ehemaligen Flughafen Tempelhof  liegen. Es versteht sich  im Kontext des Projekts „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Wir starten um 12.30 h mit einem Essen in der MORUS 14  Es wird von einer Köchin, die aus dem Libanon stammt, zubereitet. Das gemeinsame Essen wird von Menschen aus der Nachbarschaft gekocht und versteht sich als Begegnungsangebot. Nach dem Essen erklärt uns der Leiter der MORUS 14, Gilles Duhem, die Arbeit des Vereins. – Die MORUS 14 ist ein Ort der Kultur, der friedlichen Begegnungen und des Dialogs zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen. Der Verein fördert u. a. intensiv die Bildung und Sozialkompetenz von Kindern und Jugendlichen.

Sodann wird Malalai Murr vom Deutsch-afghanischer Bildungs- und Integrationsverein  (DABIV e.V.) von ihrer Arbeit und den Angeboten des Vereins  berichten.

Es geht weiter zum Zirkus Cabuwazi.
Am 29. Juni haben einige Projektteilnehmerinnen bereits die Nähwerkstatt von Cabuwazi kennen gelernt, die immer freitags von 14 – 17 Uhr für Frauen angeboten wird.

Jetzt macht uns die Bereichs-Leiterin Ylva Queisser mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bekannt (http://www.cabuwazi.de/Projekte/cabuwazi-beyond-borders.php) und wird über kostenlose Zirkusaufführungen für alle informieren (http://www.cabuwazi.de/kalender.php). –  Mit dem Projekt CABUWAZI Beyond Borders möchte der Zirkus Kindern und Jugendlichen, die ihr Zuhause verloren haben, einen sicheren Ort bieten. Das Zirkustraining soll schön sein, Spaß machen und erste positive Erfahrungen mit der neuen Umgebung ermöglichen.
Der Zirkus macht zusätzliche Angebote für die ganze Familie.

Durch den Besuch zeigen wir Möglichkeiten auf, aktuell ein Sommerprogramm zu gestalten, aber auch langristig  die Angebote des Zirkus, der in mehreren Berliner Bezirken arbeitet, zu nutzen.

Vertiefende Zusatz-Angebote im Rahmen der Workshops / Projekt „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Sonntag, 29. April 2018, 14 – 18 Uhr
Besuch des Bauhaus-Archivs anläßlich des
„Tag der offenen Tür“
Klingelhöfer Str.14, 10785 Berlin-Tiergarten

Freitag, 29. Juni 2018, 14 – 17 Uhr
Nähwerkstatt für Frauen beim Zirkus Cabuwazi
CABUWAZI Tempelhof – Der Kulturflughafen
Columbiadamm 84,10965 Berlin
http://www.cabuwazi.de/Standorte/Tempelhof.php
Unter Anleitung haben geflüchtete Frauen, so auch aus den benachbarten Tempohomes,  die Möglichkeit, Eigenes zu nähen oder auszubessern. Stoffe und weitere Materialien können kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Zirkusambiente regt an, miteinander ins Gespräch zu kommen und das benachbarte Geschehen  zu verfolgen.

Freitag, 27. Juli 2018, 14 – 17 Uhr
„Offene Gärtnerei inklusive Kennenlernen der Imkerei“
Die Gärtnerei – Coop-Campus
Hermannstr. 84, 12051 Berlin-Neukölln
www.coop-campus.de
In Kooperation mit Sven Seeger, Co-Projektleiter des Coop-Campus/ Die Gärtnerei.
Mitwirkung bei der Gartengestaltung, bei der Ernte sowie Kennenlernen der Imkerei; abschließende Gespräche mit dem Gesamtteam. Auf Wunsch werden die Aktivitäten und Weiterbildungsangebote der Schlesichen 27 erläutert.



2018: Projekt „Leben in Demokratie und Freiheit: Wie wollen wir gemeinsam in Zukunft leben?“

Ziel des Projekts ist das Entwickeln und Durchführen von Bildungs-, Kultur-  und Begegnungsangeboten  für geflüchtete NeuberlinerInnen  im Team mit AltberlinerInnen unterschiedlicher kultureller Wurzeln und Lebenshintergründe. Das Projekt will sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte und Gegenwart Berlins auseinandersetzen. Es werden Themen aufgegriffen, die eine Brücke zwischen den Lebensumständen Geflüchteter heute und vorhandenen sozialen Initiativen schlagen. Das Thema „Zur Relevanz von Wohnen und Nachbarschaft in der Einwanderungsgesellschaft“ nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.

Die Kooperationspartner sind Tiny House University/ Bauhaus Campus, Flüchtlingskirche in Kreuzberg, südost Europa Kultur e.V., tentaja gGmbH,  THF welcome e.V., Technische Universität Berlin (TUB/ politische Bildung), das Offene Theater im Deutschen Theater und weitere lokale Akteure. Unsere Netzwerkpartner: Tamaja GmbH, Coop Campus,  Deutsch-afghanischer Bildungs- und Integrationsverein/ Mehrgenerationenhaus Mahlower Straße 27  und weitere lokale Akteure

Das Projekt wird finanziell gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und TOTAL Deutschland GmbH.

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Das Projekt bezieht sich auf vorangegangene Projekte, die kontinuierlich seit dem Jahr 2015 durchgeführt werden. Die dabei entstandenen Netzwerke werden kontinuierlich ausgebaut, an die Zusammenarbeit mit den bisherigen Kooperationspartnern knüpfen wir weiterhin an. Siehe auch vorangegangene Projekte. – Weiter zu den angebotenen Workshops, die in deutscher und arabischer Sprache (ggf. auch in Farsi/Dari) durchgeführt werden.


2017: Projekt „Erfahren, verstehen, gestalten – für eine gemeinsame Zukunft in Berlin“

Wir machen Bildungs-und Begegnungsangebote für geflüchtete NeuberlinerInnen, damit diese sich in der Berliner Residenzgesellschaft besser verorten und eigene Zukunftspläne gezielter verfolgen können. Dafür bieten wir Workshops an, bei denen Neu- und AltberlinerInnen mit und ohne Fluchterfahrung  zusammenkommen.

Die Kooperationspartner  unter der Regie des Nachbarschaftsmuseums e.V. sind  die Flüchtlingskirche in Kreuzberg, das Friedrichshain-Kreuzberg Museum, der Verein südost Europa Kultur e.V., der Türkische Frauenverein e.V., das Deutsche Theater (Offenes DT), LAWRENCE Berlin.

Das Projekt wird gefördert von TOTAL Deutschland GmbH.

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Das Projekt verbindet sich mit der Geschichte Berlins, insbesondere der Vermittlung klassisch-humanistischer Traditionen, die für das demokratische Lernen in unserer Gesellschaft eine  zentrale Bedeutung haben. Es begibt sich auf eine Spurensuche bei den Gebrüdern von Humboldt, zeigt im weiteren Verlauf exemplarisch auf, wie sich Demokratie und Berliner Zivilgesellschaft in der  Nachkriegszeit herausbildeten und der Stadt ein Charakteristikum bis in die Gegenwart geben.

Mit Migrantenorganisationen, wie z. B. dem Türkischen Frauenverein e.V. und dem Verein südost  Europa Kultur e.V.  wird die migrantenspezifische Perspektive  verfolgt.  Unter welchen Voraussetzungen haben die Migrantenorganisationen in Berlin eine soziale Infrastruktur aufgebaut, wie hat sich insbesondere bei  Frauen ein geschlechter-demokratisches Bewusstsein herausgebildet? Wie arbeitet vernetztes globales Denken und Handeln bis in die Gegenwart? Wie stellt sich die Situation für nachfolgende Generationen dar, welche  Angebote werden für  Geflüchtete gemacht. Wie werden sie auch aktuell zu Akteuren werden, führt uns das Beispiel LAWRENCE Berlin vor.

Die Frage „Welche Zukunft?!“ ist Thema der aktuellen Saison im Deutschen Theater, auch in Verbindung mit dem Humboldt-Forum.  Das Offene Theater bietet dort alle 2 Wochen mittwochs Begegnungen für Alt- und NeuberlinerInnen mit wechselndem Programm an und macht sich mit seinen Angeboten bekannt https://www.deutschestheater.de/programm/aktuelles/unterseiten_16_17/offenes_dt/.

Es wird eine Brücke geschlagen  zu den geflüchteten NeuberlinerInnen. Was sind ihre spezifischen Erfahrungen, die sie mit nach Berlin brachten, was davon konnten sie unter welchen Voraussetzungen umsetzen  und was  können uns ihre Erfahrungen für eine gemeinsame Zukunft in Berlin lehren?

Im Rahmen unserer Abschlussveranstaltung am 22. November 2017 im Offenen Theater des Deutschen Theaters werden einige der Projektbeteiligten über ihre  – überwiegend ehrenamtlichen – Betätigungsfelder und damit verbundene neue Herausforderungen für eine Selbstverortung und Zukunft in Berlin berichten.

Näheres zu den Workshops



2017: Projekt „Herkunft – Ankunft – Zukunft in Berlin“

Wir bringen Geflüchtete in Kontakt mit Einrichtungen, die zeigen, wie sie Deutsch lernen, einen Einstieg in den Arbeitsmarkt und unterstützende Netzwerke finden und wir stellen gelungene Kooperationsprojekte mit Museen vor. Das Projekt ist eingebettet in die Geschichte der Zivilgesellschaft Berlins und seiner solidarischen Bewegungen.

Das Projekt verbindet sich mit Bildungsangeboten bzw. fünf Workshops für NeuberlinerInnen vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Stadtgesellschaft.
Es will Grundlagen schaffen, damit insbesondere Geflüchtete ihre Lebensinteressen gezielter artikulieren und verfolgen können mit der Perspektive einer gelingenden politischen Teilhabe an der Stadtgesellschaft Berlins.

Ein Kooperationsprojekt im Verbund mit der Dorfwerkstadt e.V. unter der Regie des Nachbarschaftmuseums.
Gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung, TOTAL Deutschland GmbH und BUDDY BEAR BERLIN GmbH.
Projektzeitraum: Februar –  Juni 2017
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 Anliegen  des Projekts

–  Schärfen des historischen Blickes auf Berlin in Verbindung mit Museumsführungen,
um  Anhaltspunkte für die Gegenwartsverortung und das Funktionieren  einer
Stadtgesellschaft heute zu erhalten.

– Voraussetzungen entwickeln für den Erwerb sprachlicher, sozialer und beruflicher
Kompetenzen durch das Zusammenführen mit Einrichtungen, deren Anliegen die
nachhaltige berufliche Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist.

– Das Funktionieren von Vereinen, Nachbarschafts- und (Berufs-) Bildungs-
einrichtungen, sowie der Flüchtlingskirche in unserer Gesellschaft zu vermitteln.

Das Projekt bezieht sich auf vorangegangene Projekte und Netzwerke, wie z. B.  im  Jahr 2016 „Berliner Heimatschaf(f)ten…“/ „Wie lebt es sich in Berlin heute? Stadtaneignungen für Neuankömmlinge“ (siehe auch unter „2016 Projekte“ )

Unsere Kooperationspartner/ aufgesuchte Orte

Flüchtlingskirche in Kreuzberg Die Flüchtlingskirche macht kulturelle Begegnungsangebote
– so z.B. das International Dinner – auf die wir uns beziehen.

Das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seinen Ausstellungen; z.B. „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte vom halleschen zum frankfurter tor“ sowie „Ferngespräche“.
Es bietet Führungen durch ausgewählte Bereiche sowie Stadtrundgänge an.

Das Nachbarschaftshaus Urbanstraße mit seinen Projekten „dabei sein“. Der Fokus richtet sich auf das Aktivwerden und die Teilhabe geflüchteter Menschen hinsichtlich freiwilligem Engagement, Selbstorganisation, Ausbildung, berufliche Orientierung, Jobfindung.

TeachCom Edutainment gGmbH (TCE) in Verbund mit ARRIVO BERLIN; eine Ausbildungs- und Berufsinitiative zur Integration von geflüchteten Menschen in den Berliner Arbeitsmarkt. TCE bietet differenzierte Bildungselemente und Berufs-orientierungskurse für Geflüchtete und vermittelt in Bereiche der ARRIVO BERLIN.

Der Verein südost Europa Kultur e.V., über den u. a. Geflüchtete aus Bosnien-Herzegowina organisiert sind. Erfahrungswissen verschiedener Generationen und Kulturen, die über Fluchterfahrungen verfügen, wird im  Projekt zusammen geführt. Er ist mit der Ausstellung „1000 Tücher gegen das Vergessen“ vom 3. März – 02. Juli 2017 im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin (MEK) vertreten. Es entstand in Kooperation mit der Stiftung Überbrücken und der Koordinierung Ostmittel- und Südosteuropa am MEK.

Das Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin (MEK) beschäftigt sich in den Bereichen Forschung, Sammlung, Bewahrung, Präsentation und Vermittlung mit Lebenswelten und Kulturkontakten in Europa vom 18. Jahrhundert bis heute. – Bezugspunkt im Projekt sind neben „1000 Tücher gegen das Vergessen“ die Ausstellung „daHeim: Einsichten in flüchtige Leben“ (27. 7. 2016 – 02. 07. 2017), in Kooperatioon mit barbara caveng & KUNSTASYL



2016: Projekt „Wie lebt es sich in Berlin heute? Stadtaneignungen für Neuankömmlinge“

Ziel des Projekts war die aktive Aneignung von Berliner Orten, die durch Initiativen sozialer Bewegungen von den 70er Jahren bis in die Gegenwart geprägt sind und die jetzt auch für Geflüchtete Anhaltspunkte für ihre Integration bieten. Die Kraft und Erfahrung dieser Initiativen  vor dem Hintergrund der Geschichte Berlins, seiner BewohnerInnen und seiner sozialen Bewegungen zu nutzen, war das Anliegen.

Herausgefunden werden sollte, inwiefern sprachliche, soziale und berufspraktische Kompetenzen von Geflüchteten im Verbund mit den aufgesuchten Initiativen befördert werden können. Die Workshops wollten Geflüchteten Mut machen, Wege der Selbstaneignung für eine Zukunftsperspektive in der Stadt zu beschreiten, Neues dazuzulernen und sich weiterführende Netzwerke und Bündnispartner zu erschließen.

Kooperationspartner: Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Flüchtlingskirche in Kreuzberg, Verein südost Europa Kultur e. V. , FreiwilligenAgentur Friedrichshain-Kreuzberg.

Gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung und Total hilft.
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Projektbestandteil waren Führungen der genannten Zielgruppen durch das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seiner  Ausstellung „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte: vom halleschen zum frankfurter tor“ sowie geführte Stadtrundgänge in Verbindung mit den ausgesuchten Orten. Die Besuche der  Einrichtungen werden inhaltlich und sprachlich in Sprachlerngruppen aufbereitet.

Zu den Initiativen, mit denen dieses Projekt zusammen arbeitete, gehörten z.B. der InfoBus für Freiwillige an der Notunterkunft Flughafen Tempelhof (am Hangar 5),  die Akademie der Autodidakten/Ballhaus Naunynstraße,  die Refugee Academy, NUSZ/UFA-Fabrik, Kochinitiativen mit Geflüchteten wie z.B. in der Flüchtlingskirche.



2016: Projekt „Berliner Heimatschaf(t)fen. Wie kann Berlin für seine Bevölkerung Heimat werden und Heimat bleiben?“

In Begegnungswerkstätten von April bis Juli 2016 zeigte der Verein Nachbarschaftsmuseum Wege auf, wie Berlin ein Zuhause werden kann für jene, die hier Zuflucht genommen haben, und zugleich ein Zuhause bleibt für Menschen, die sich hier schon lange beheimatet fühlen.

Ausgangsort sowie Kooperationspartner waren die Flüchtlingskirche in Berlin-Kreuzberg und das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum mit seiner  Ausstellung „ortsgespräche. stadt – migration – geschichte: vom halleschen zum frankfurter tor“.

Die Begegnungswerkstätten verbanden sich mit Führungen durch die Ausstellung „Ortsgespräche…“  des FHXB Museums sowie Stadtrundgängen im Umkreis des Museums und der Flüchtlingskirche mit anschließenden Gesprächen.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Berlin und Total hilft, in Zusammenarbeit mit der Dorfwertstadt e.V.

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